UFO-Klassifikationen nach HynekUm die gemeldeten und untersuchten UFO-Sichtungen zu spezifizieren, wurden mehrere Klassifikationen eingeführt. Josef Allen Hynek erdachte die heute gebräuchliche Klassifikation, die auch von der GEP verwendet wird, und nach der die gemeldeten Sichtungen eingeordnet werden:
Diese Klassifikation ist jedoch nicht geeignet ist, um die Ergebnisse untersuchter Sichtungen zu differenzieren. Sie wird nach Meldeeingang und vor der Untersuchung vergeben. |
UFO-Klassifikationen nach HendryAllan Hendry (1978) hat daher ein Klassifikationssystem entwickelt, dass nach der erfolgten Untersuchung, z.B. durch die GEP, zur Anwendung kommt:
Die IFO-Klassifikation erweiterte Rudolf Henke (1992, 1997) um eine weitere Differenzierung. Demnach gilt ein Fall als geklärt (IFO), wenn…
Die UFO i.e.S.-Klassifikation erweiterte Hendry um eine weitere Differenzierung:
Nach Ansicht der GEP sollten nur als Good oder Best UFO klassifizierte Fälle in die nationale und internationale Diskussion aufgenommen werden. |
Weitere SystemeNeben den Klassifikationssystemen nach Hynek und Hendry, die sich international am ehesten durchgesetzt haben, gibt es noch weitere Systeme, die jedoch aus unterschiedlichen Gründen bei der GEP nicht verwendet werden. Jacques Vallee: Unterscheidung von Nahbegegnungen in 4 Kategorien (Anomalie/AN, Vorbeiflug/FB, Flugmanöver/MA, Nahbegegnung/CE) in Kombination mit 5 Unterkategorien (Sichtung, physische Effekte, fremde Wesen, Transformation in andere Realität, bleibende oder tödliche Verletzungen). Wird ebenfalls international recht häufig verwendet. Harley Rutledge: UFOs i.e.S. – Klasse A (Flugkörper mit festen Strukturen und physikalischen Wechselwirkungen mit der Umwelt). UFOs i.e.S. – Klasse B (Kugelförmige Lichter oder Leuchtphänomene ohne Wechselwirkungen). Erweiterung durch MUFON-CES: UFOs i.e.S. – Klasse C (paranormale Lichter mit möglichem parapsychologischen oder religiös-spirituellem Hintergrund). Willy Smith: Crafts (CR, Objekte mit fester Struktur), no objects – lights only (NO, reine Leuchterscheinungen), radar only (RO, reine Radarregistrierungen), landing (LG, gelandete Objekte). |
KritikAus heutiger Sicht stehen manche Klassifikationen als “veraltet” in der Kritik. So wird beispielsweise angemerkt, dass die Klassifikationen nach Hynek und Smith rein objektorientiert seien. Der von Hendry verwendete Strangeness-Begriff sei nicht eindeutig definiert. Es wird hierbei nicht zwischen einer (beobachterabhängigen) Schein- und einer nach erfolgter Untersuchung verbleibenden Rest-Strangeness unterschieden. Die Einteilung nach Rutledge hingegen sei nicht ausreichend an der Praxis kritischer Falluntersuchungen orientiert. |
Info: “Lichtpünktchen”-Fälle
Die am häufigsten gemeldete Kategorie ist die der nächtlichen Lichter (Nocturnal Lights; NL). Dabei wird meist nicht mehr beobachtet als ein Lichtpunkt am Himmel in der Nacht. Zahlreiche Stimuli kommen hierfür in Frage, von astronomischen Himmelskörpern bis hin zu künstlichen Leuchtobjekten, z.B. Himmelslaternen.
