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	<title>Aus der UFO-Forschung &#8211; Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens e.V.</title>
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	<description>GEP: gegr. 1972 &#124; wissenschaftliche Forschung zu Unidentifizierten Flugobjekten (UFOs) / Unidentified Aerial Phenomena (UAP) &#124; Einzelfalluntersuchungen und UFO-Meldestelle</description>
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	<title>Aus der UFO-Forschung &#8211; Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens e.V.</title>
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		<title>5.000 UAP-Sichtungen über Europa in einem Jahr – aber kein EU-System zu deren Erfassung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Danny Ammon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 10:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz notiert...]]></category>
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					<description><![CDATA[Europa hat bereits gemeinsame Infrastrukturen für die Flugverkehrskontrolle (Eurocontrol), die Weltraumüberwachung (ESA-Programme) und die Klimabeobachtung (Copernicus) aufgebaut. Warum nicht auch für unidentifizierte Phänomene im europäischen grenzüberschreitenden Luftraum? Ein Gastbeitrag von Charles-Maxence Layet Im Jahr 2024 wurden über 5.000 Sichtungen unidentifizierter Luftraumphänomene (UAP) in ganz Europa gemeldet – jedoch nicht von Behörden, sondern von 23 unabhängigen zivilen Organisationen. (1) Diese Zahl, die dem neu gegründeten EuroUFO-Index-Ökosystem entnommen&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p><em>Europa hat bereits gemeinsame Infrastrukturen für die Flugverkehrskontrolle (Eurocontrol), die Weltraumüberwachung (ESA-Programme) und die Klimabeobachtung (Copernicus) aufgebaut. Warum nicht auch für unidentifizierte Phänomene im europäischen grenzüberschreitenden Luftraum?</em></p>



<p><em>Ein Gastbeitrag von Charles-Maxence Layet</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="645" height="520" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/3th-uap-day-1a-645x520.png" alt="" class="wp-image-10238" style="width:416px;height:auto" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/3th-uap-day-1a-645x520.png 645w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/3th-uap-day-1a-304x245.png 304w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/3th-uap-day-1a-520x419.png 520w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/3th-uap-day-1a.png 701w" sizes="(max-width: 645px) 100vw, 645px" /></figure>
</div>


<p>Im Jahr 2024 wurden über 5.000 Sichtungen unidentifizierter Luftraumphänomene (UAP) in ganz Europa gemeldet – jedoch nicht von Behörden, sondern von 23 unabhängigen zivilen Organisationen. (1)</p>



<p>Diese Zahl, die dem neu gegründeten EuroUFO-Index-Ökosystem entnommen ist, ist nicht anekdotisch. Sie ist das Ergebnis einer wachsenden kontinentalen Anstrengung, Berichte von nationalen Vereinigungen, wissenschaftlichen Gruppen und Bürgerplattformen zusammenzuführen. Von Skandinavien bis Italien, von Deutschland bis Belgien dokumentieren die Organisationen jährlich Tausende von Fällen – Teil eines größeren Datensatzes mit über 33.000 Beobachtungen in 40 Ländern zwischen 2019 und 2024. (2)</p>



<p id="D331EED1-813E-294E-9011-0917A07A37EB">Aber wieviele dieser Sichtungen werden eigentlich von europäischen Behörden erfasst, überprüft und untersucht? </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="AE5D2FFC-E3CE-3348-AE5A-13D171C5D18D">Datenlücken im Binnenmarkt</h2>



<p>Die Europäische Union hat integrierte Systeme für Flugsicherheit, Satellitenüberwachung und Klimabeobachtung aufgebaut. Über Programme wie Eurocontrol und Copernicus werden Flugzeuge, Emissionen und Weltraummüll in nahezu Echtzeit überwacht. Doch wenn es um unidentifizierte Objekte im europäischen Luftraum geht, gibt es kein entsprechendes System. Es existiert kein EU-weites Meldeprotokoll, keine zentrale Datenbank, keine koordinierte Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten. </p>



<p id="0F10E218-4F84-AC47-99FA-9BDC4627E693">Europa verlässt sich auf ein Flickwerk isolierter nationaler Ansätze – die meisten davon minimal, einige undurchsichtig, viele existieren gar nicht. Frankreichs GEIPAN, eine Einheit unterhalb der Weltraumagentur CNES, ist eine offizielle, bemerkenswerte Ausnahme mit jahrzehntelangen öffentlichen Fallanalysen und verfügbaren Daten. Doch die Ressourcen reichen nicht aus, um wirklich wirksam zu sein. Das Resultat ist ein fragmentiertes Doppelsystem des Wissens über UAP: Citizen Science und zivile Netzwerke sammeln mehr Daten als nationale und europäische Behörden. Diese Informations-Asymmetrie und der gravierende Mangel an offiziellen Daten haben strategische blinde Flecken geschaffen. Tausende von Beobachtungen stellen einen riesigen, ungenutzten Datenschatz für Atmosphärenwissenschaft, Sensoranalysen und Wahrnehmungsstudien dar. Darüber hinaus sind unidentifizierte Objekte im kontrollierten Luftraum – seien es Drohnen, ausländische Überwachungssysteme oder noch unbekannte Phänomene – ein Versagen der Lageerkennung . Im Herbst 2025 hat der UAP-Alarm im Ostseeraum über dänischem, belgischem, deutschem und schwedischem Luftraum Europas Schwäche offengelegt, hybride Bedrohungen und mehrdeutige Verletzungen des Luftraums über Grenzen hinweg schnell zu erfassen, zu korrelieren und zu interpretieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die offensichtlichen Unbekannten in den Luftraumkorridoren</h2>



<p>Von September bis November 2025 führten mehrere Objekte über Kritischen Infrastrukturen zu vorsorglicher Luftraumüberwachung im gesamten Ostseeraum. Die Welle begann am 22. September an den Flughäfen Kopenhagen und Oslo und weitete sich auf militärische Einrichtungen aus. Eine Anti-Drohnen-Mauer brachte das Thema auf die Tagesordnung des Europäischen Gipfels. (3) Im Oktober konzentrierten sich die unidentifizierten Luftraumverletzungen auf Deutschland und verzögerten den Betrieb der Flughäfen Berlin und München. Im November setzte sich die Welle über Schweden und Belgien fort. Sichtungen von Drohnen unbekannter Herkunft wurden im Dezember auch über dem Flughafen Dublin und einem Marinestützpunkt in Frankreich gemeldet. (4) Luftraumsicherheit, militärische Aufklärung, zivile Flugsicherheit, wissenschaftliche Forschung: UAPs sind längst kein Randthema mehr, sondern eine Frage der Governance.</p>



<p id="07E109F8-F50E-004F-A37F-C5F8AA7CFF06">Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), hat kürzlich ebenfalls auf dieses institutionelle Defizit hingewiesen. Er erklärte, das UAP-Thema „verdiene wahrscheinlich mehr Beachtung und Investitionen“ und verwies auf das Fehlen eines eigenen Budgets für strukturierte Forschung. (5)</p>



<p id="07EC9A19-F608-104E-BB6F-8D5963540643">Auch die Antworten der Europäischen Kommission an das Parlament machen eines deutlich: UAPs werden auf EU-Ebene derzeit nicht als eigenständiges Politikfeld behandelt. Doch die Daten und Warnhinweise häufen sich. Allein in Belgien wurden 2025 bei der UFO-Hotline 237 Sichtungen unbekannter Flugobjekte registriert, darunter 11 in der Nähe von Militärbasen und Flughäfen im November. (6)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Notwendigkeit einer UAP-Hybrid-Toolbox</h2>



<p>Im operativen Sinne überschneiden sich UAP-Vorfälle mit bekannten Kategorien sogenannter hybrider Risiken, wie zum Beispiel schwer detektierbare Drohnen oder Plattformen, nicht registrierte Luftfahrtsysteme, Sensorstörungen, atmosphärische oder elektromagnetische Anomalien, die Detektionssysteme beeinträchtigen. Jede dieser Erscheinungen kann die Reaktionsketten auf die Probe stellen oder Entscheidungsprozesse erschweren. Genau diese Unklarheit ist das Terrain hybrider Bedrohungen.</p>



<p id="254ADDCA-DF11-2640-9C97-E75B2EEB88E6">In anderen Bereichen – Cybersicherheit, Desinformation, Kritische Infrastruktur – hat die EU Hybrid-Toolboxen entwickelt: flexible, bereichsübergreifende Rahmenwerke, die zivile, technologische und sicherheitsrelevante Instrumente kombinieren. UAP und ihre mutmaßlich fortschrittlichen Dual-Technologien erfordern nun einen ähnlichen Ansatz. </p>



<p id="79548BA2-A218-AD45-B2AA-5DD3F6610BC2">Eine solche europäische UAP-Hybrid-Toolbox könnte in vier Bereichen der Datenanalyse wirken: Standardisierte Meldeprotokolle zwischen den Mitgliedsstaaten; strukturierte Zusammenarbeit mit anerkannten zivilen Organisationen, deren Datensätze bereits einen erheblichen Teil der europäischen Beobachtungskapazität ausmachen; Förderung der Lageerkennung durch eine grenzüberschreitende Datenbank, die nationalen Behörden, Luftfahrtagenturen und Verteidigungsakteuren zugänglich ist; und schließlich die Implementierung eines sicheren, aber offenen Zugangs zu anonymisierten Datensätzen für Forschung und Transparenz, um institutionelle und Bürgerwissenschaften zu ermöglichen und dabei Sicherheits- und Datenschutzvorgaben einzuhalten.</p>



<p id="B8985A9D-472B-8645-B254-23C714FED935">Heute kann ein Pilotenbericht in Dänemark, eine Radaranomalie in Deutschland und eine zivile Beobachtung in Frankreich völlig unterschiedlichen Meldewegen folgen. Die Einführung eines einheitlichen EU-Meldeformulars für Luftraumanomalien ist ein entscheidender erster Schritt, der es Piloten, Fluglotsen und Bürgern ermöglichen würde, Anomalien in strukturierter Form zu melden. Das ebnet den Weg für den nächsten Schritt: die Integration in Kanäle der Flugsicherheit und die Verknüpfung mit optionalen Eingaben aus Radar-, Satelliten- und Beobachtungsdaten.</p>



<p id="BE9B21F4-AB35-AB42-A765-46F760EB3D63">Von Cybersicherheit bis Klimarisiko – die EU hat ihre Fähigkeit zur besseren Koordination bei systemischen Lücken bewiesen. Das Unbekannte an unserem gemeinsamen Himmel ist ebenfalls eine Frage der öffentlichen Ordnung. Warum bleiben die Institutionen der Europäischen Union strukturell unvorbereitet, diesem Thema zu begegnen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<p>(1) <a href="https://www.euroufo.net/euroufo-index">https://www.euroufo.net/euroufo-index</a></p>



<p>(2) <a href="https://www.uapcheck.com/news/id/3239/european-uap-sightings-in-2019-2024-towards-a-broader-and-more-inclusive-euro-ufo-barometer/">https://www.uapcheck.com/news/id/3239/european-uap-sightings-in-2019-2024-towards-a-broader-and-more-inclusive-euro-ufo-barometer/</a></p>



<p id="2764C0F4-5D9C-764E-8B85-8DCF928FA857">(3) <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/2025_European_drone_sightings">https://en.wikipedia.org/wiki/2025_European_drone_sightings</a></p>



<p id="A2AC267A-0B2C-E649-A8FA-4DE1D4BC3B94">(4) <a href="https://www.politico.eu/article/ursula-von-der-leyen-drone-wall-plan-crash-eu-reality/">https://www.politico.eu/article/ursula-von-der-leyen-drone-wall-plan-crash-eu-reality/</a></p>



<p id="7B21298E-AE03-A74B-926F-CAC8AF5AE919">(5) <a href="https://uapcoalitienederland.nl/en/esa-director-josef-aschbacher-uap-telegraaf">https://uapcoalitienederland.nl/en/esa-director-josef-aschbacher-uap-telegraaf</a></p>



<p id="68E9A997-4941-A047-A8CD-C1F3E459F542">(6) <a href="https://www.brusselstimes.com/1904444/reports-of-ufos-sightings-on-the-rise-in-belgium-with-spike-reported-in-march">https://www.brusselstimes.com/1904444/reports-of-ufos-sightings-on-the-rise-in-belgium-with-spike-reported-in-march</a></p>



<p><strong><em>Als Ergebnis der europäischen Zusammenarbeit wird dieser Artikel auch auf den Websites der teilnehmenden Organisationen in ihren jeweiligen Sprachen veröffentlicht. Die deutschsprachige Version erscheint hier auf der Website der GEP, die englischsprachige Originalversion ist <a href="https://www.uapcheck.com/news/id/3329/5000-ufo-sightings-in-europe-in-one-year-and-no-eu-system-to-track-them/">auf UAP Check verfügbar</a>.</em></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="520" height="520" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/image-8-520x520.png" alt="" class="wp-image-10237" style="width:170px;height:auto" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/image-8-520x520.png 520w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/image-8-245x245.png 245w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/image-8-200x200.png 200w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/image-8-160x160.png 160w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/image-8-320x320.png 320w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/image-8.png 729w" sizes="(max-width: 520px) 100vw, 520px" /></figure>



<p><strong>Charles-Maxence Layet</strong> war von 2009 bis 2024 als parlamentarischer Assistent im Europäischen Parlament tätig und arbeitet heute als freier Wissenschaftsjournalist mit Schwerpunkt auf neuen Energietechnologien und dem elektromagnetischen Kosmos. Er ist Chefredakteur und Herausgeber von „Orbs Special Contact“, einem Buch, das sich UFOs und der außerirdischen Hypothese widmet. Sein Forschungsinteresse konzentriert sich vor allem auf die menschlichen Dimensionen des UAP-Phänomens.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Europäische UAP‑Sichtungen 2019–2024: Auf dem Weg zu einem breiteren und inklusiveren EuroUFO-Barometer</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/euroufo-barometer</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GEP e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Dec 2025 18:26:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[EuroUFO]]></category>
		<category><![CDATA[EuroUFO-Barometer]]></category>
		<category><![CDATA[UAP Check]]></category>
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					<description><![CDATA[Die jährliche Erhebung europäischer UFO-Sichtungsberichte hat sich im Jahr 2024 deutlich verbessert: Fünf weitere nationale Organisationen schlossen sich der Initiative an, und zwei internationale Sammlungen trugen dazu bei, dass insgesamt 29 europäische Länder erfasst wurden. Umfang, Quellen und Zielsetzung der Aktualisierung 2025 Der vorliegende aktualisierte Bericht stellt gegenüber der im Juni 2024 veröffentlichten Vorgängerausgabe einen bedeutenden Fortschritt dar. Während sich&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die jährliche Erhebung europäischer UFO-Sichtungsberichte hat sich im Jahr 2024 deutlich verbessert: Fünf weitere nationale Organisationen schlossen sich der Initiative an, und zwei internationale Sammlungen trugen dazu bei, dass insgesamt 29 europäische Länder erfasst wurden.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Umfang, Quellen und Zielsetzung der Aktualisierung 2025</h2>



<p>Der vorliegende aktualisierte Bericht stellt gegenüber der im Juni 2024 veröffentlichten <a href="https://www.euroufo.net/2024/06/30/european-uap-sightings-in-2019-2023-raw-data-by-country-and-year/">Vorgängerausgabe</a> einen bedeutenden Fortschritt dar. Während sich die letztjährige Arbeit auf Rohmeldedaten aus elf europäischen Ländern konzentrierte, erweitert die aktuelle Aktualisierung sowohl die geografische Abdeckung als auch die Basis des Datensatzes erheblich. Erstmals stützt sich dieser jährliche Überblick nicht nur auf langjährig bestehende nationale zivile Organisationen und offizielle Stellen, sondern auch auf neu gegründete oder reaktivierte Netzwerke sowie auf ein bislang beispielloses Niveau internationaler Datenweitergabe. Zwei wesentliche Entwicklungen prägen die diesjährige Aktualisierung. </p>



<p>Erstens die Integration von fünf zusätzlichen europäischen Ländern, für die verlässliche nationale Angaben durch die Gründung, Reaktivierung oder Fortführung lokaler Organisationen gewonnen werden konnten. In der <strong>Tschechischen Republik</strong> wurde das frühere Projekt Záře unter dem neuen Namen <a href="http://www.projektzare.cz/">Tým Záře</a> erfolgreich wiederbelebt und damit eine nach 2020 ins Stocken geratene nationale Datenerfassung wieder aufgenommen. In <strong>Griechenland</strong> markiert die Gründung von <a href="https://www.grufon.org/">GRUFON</a> (Greek UFO Network) im September 2025 den ersten ernsthaften Versuch seit Jahrzehnten, einen dauerhaften nationalen Rahmen für die Meldung und Analyse von UAP zu etablieren. Auch <strong>Spanien</strong> verzeichnet wichtige Fortschritte durch die Einbeziehung von <a href="https://proyecto-cuco.blogspot.com/">Project CUCO</a> (gegründet 2002), womit die systematische Datenerfassung erstmals über die langjährige, jedoch geografisch auf Katalonien beschränkte Tätigkeit des <a href="https://www.el-cei.org/">CEI</a> (Centre d’Estudis Interplanetaris) hinaus ausgeweitet wird. In <strong>Portugal</strong> wurde mit der Gründung von <a href="https://stellar.com.pt/">STELLAR</a> im Jahr 2023 eine nationale Struktur zur systematischen Sammlung von UAP‑Berichten wieder eingeführt und damit eine langjährige Lücke auf der Iberischen Halbinsel geschlossen. Schließlich konnte auch die <strong>Ukraine</strong> trotz außergewöhnlicher Umstände aktualisierte, wenn auch notwendigerweise partielle Daten über <a href="http://ufology-news.com/">ZOND</a> beisteuern, eine Organisation unter dem Dach der Aerospace Society of Ukraine. ZOND setzt eine wissenschaftliche Tradition fort, die Anfang der 1980er‑Jahre unter der Nationalen Akademie der Wissenschaften begründet wurde, und untersucht anomale Phänomene kontinuierlich seit 2004 – auch während des anhaltenden Krieges.</p>



<p>Die zweite zentrale Entwicklung ist methodischer Natur und möglicherweise von noch größerer Tragweite. Erstmals erklärte sich die weltweit größte zivile UFO‑Organisation, <a href="http://www.mufon.com/">MUFON</a> (Mutual UFO Network, USA), bereit, ihre europäischen Daten mit <a href="http://www.euroufo.net/">EuroUfo.Net</a> zu teilen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Berichte aus europäischen Ländern einzubeziehen, in denen derzeit keine nationale zivile oder offizielle UAP‑Organisation existiert, und adressiert damit eine der hartnäckigsten strukturellen Schwächen europaweiter Analysen. MUFON wurde 1969 gegründet und ist das älteste und größte zivile UFO‑Untersuchungs‑ und Forschungsnetzwerk der Welt.</p>



<p>Dank dieser Zusammenarbeit können nun Daten aus 21 weiteren europäischen Ländern, die zuvor in den kontinentalen Übersichten fehlten, in einem eigenen Abschnitt dieses Berichts berücksichtigt werden (siehe Abschnitt 3). Für den Referenzzeitraum 2019–2024 umfassen allein diese von MUFON stammenden Angaben insgesamt 3.353 gemeldete Ereignisse in 29 Ländern, wodurch die empirische Grundlage des <strong>EuroUFO-Barometers</strong> erheblich erweitert wird.</p>



<p>Infolgedessen geht die diesjährige Aktualisierung weit über eine einfache jährliche Überarbeitung hinaus. Sie vereint nun die ursprüngliche Kerngruppe europäischer Länder mit langjährigen nationalen UAP-Organisationen, neu integrierten Ländern mit direkten organisatorischen Kontakten und einer großen zusätzlichen Gruppe von Ländern, die durch das standardisierte Meldesystem von MUFON vertreten sind. Zusammengenommen ermöglichen diese Quellen den bislang umfassendsten und vollständigsten Überblick über die europäischen UAP-Meldungen.</p>



<p>Um dieser Vielfalt an Datenquellen Rechnung zu tragen, wurde der analytische Rahmen des Berichts bewusst differenziert gestaltet. Grafische Analysen und Längsschnittvergleiche beschränken sich auf Länder mit ansässigen Organisationen und kontinuierlicher nationaler Datenerhebung, während Daten aus MUFON-Quellen separat und ausschließlich in Tabellenform dargestellt werden. Auf dieser Grundlage gliedert sich der Bericht in zwei Hauptabschnitte. Der erste untersucht die Entwicklung und Merkmale der UAP-Meldungen in Ländern mit etablierten nationalen Organisationen. Der zweite Teil präsentiert UAP-Meldungen, die aus europäischen Ländern ohne nationale Erfassungsstrukturen an das Fallmanagementsystem von MUFON übermittelt wurden, als beschreibenden Überblick, der die grundlegenden Meldeaktivitäten und das zukünftige Potenzial hervorhebt.</p>



<p>Wie in früheren Ausgaben ist es wichtig zu betonen, dass die in diesem Bericht vorgestellten Zahlen in erster Linie gemeldete Beobachtungen widerspiegeln und nicht bestätigte anomale Phänomene. Unter Forschenden und Ermittelnden in ganz Europa ist bekannt, dass die überwiegende Mehrheit dieser Zeugenaussagen letztlich auf Fehlidentifikationen natürlicher oder vom Menschen verursachter Phänomene zurückzuführen ist, darunter Satelliten (insbesondere Starlink-Konstellationen), die Internationale Raumstation ISS, Drohnen, Flugzeuge, atmosphärische Effekte und gewöhnliche Himmelsobjekte wie Sterne und Planeten. Obwohl solche Fälle in den nationalen Datensätzen überwiegen, ist ihre systematische Erfassung nach wie vor wertvoll, um die Dynamik der Meldungen, die öffentliche Wahrnehmung und die wiederkehrenden Ursachen für Verwirrung zu verstehen, die die UAP-Statistiken prägen.</p>



<p>Nur ein sehr kleiner Teil der Fälle bleibt nach der Untersuchung ungelöst, und selbst diese weisen selten eine starke Beweiskonsistenz auf. Beispielsweise stammt der jüngste Fall, der im Rahmen der französischen <strong>GEIPAN</strong> als „unbekanntes Phänomen” mit mäßiger Konsistenz eingestuft wurde, aus dem Jahr 2020, während der letzte vorherige vergleichbare Fall aus dem Jahr 2018 stammt. Eine spezielle länderübergreifende Analyse, die sich auf die kleine Untergruppe der ungelösten Fälle der letzten fünf bis zehn Jahre konzentriert, wäre daher ein besonders relevanter Ansatz für zukünftige Forschungsarbeiten, würde jedoch den Rahmen des vorliegenden Berichts sprengen.</p>



<p>Gleichzeitig bestehen weiterhin erhebliche strukturelle Einschränkungen. Trotz allmählicher Verbesserungen beim Datenaustausch und bei der Datenkonsolidierung fehlt es in Europa nach wie vor an einem harmonisierten institutionellen Rahmen für die Erhebung und Analyse von UAP-Daten. In vielen Ländern hängen die nationalen Datensätze stark von den anhaltenden Bemühungen einer sehr kleinen Zahl von Freiwilligen ab, wodurch die Meldesysteme anfällig für vorübergehende Unterbrechungen oder Diskontinuitäten sind. Diese Anfälligkeit zeigt sich daran, dass für das Vereinigte Königreich für das Jahr 2024 keine konsolidierten nationalen Daten vorliegen und dass auch der italienische Datensatz für das Jahr 2024 teilweise Lücken aufweist.</p>



<p>In diesem Zusammenhang spielt <strong>EuroUfo.Net</strong> eine nützliche koordinierende Rolle, indem es eine stabile Plattform für die Zusammenarbeit, den Informationsaustausch und die methodische Diskussion zwischen nationalen Organisationen und unabhängigen Forschern in ganz Europa bietet. Obwohl EuroUfo.Net keine formelle institutionelle Einrichtung ist, ermöglicht es Kontinuität, indem es langfristige Kontaktpunkte aufrechterhält, den Datenaustausch fördert und vergleichende Ansätze für nationale Statistiken unterstützt. Dieses informelle, aber beständige Netzwerk trägt zu einer größeren Kohärenz der Analysen auf europäischer Ebene bei und hilft, die strukturelle Fragmentierung, die die UAP-Datenerhebung auf kontinentaler Ebene kennzeichnet, bis zu einem gewissen Grad zu mildern.</p>



<p>Dennoch zeigen die seit dem letzten Bericht erzielten Fortschritte, dass schrittweise, kooperative Bemühungen, insbesondere grenzüberschreitend, die Qualität und den Umfang der europäischen UAP-Überwachung erheblich verbessern können. Die Weiterentwicklung formeller und informeller Kooperationsrahmen bleibt unerlässlich, um ein einheitlicheres und transparenteres Verständnis der gemeldeten UAP-Aktivitäten in Europa zu erreichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Jährliches Meldevolumen von UAP‑Ereignissen in Europa (2019–2024)</h2>



<p>Bevor wir uns die Verteilung auf Länderebene ansehen, ist es sinnvoll, die allgemeine Entwicklung der gemeldeten UAP-Ereignisse in Europa im Zeitraum 2019–2024 zu betrachten. Im sechsjährigen Referenzzeitraum wurden in den europäischen Ländern, die in diesem Update erfasst sind, insgesamt 32.253 UAP-bezogene Ereignisse gemeldet. Die jährlichen Gesamtzahlen schwanken innerhalb eines relativ engen Bereichs, von einem Minimum von 4.833 Meldungen im Jahr 2021 bis zu einem Höchstwert von 6.679 im Jahr 2020, mit einem Gesamtdurchschnitt von etwa 5.375 Meldungen pro Jahr. Diese allgemeine Stabilität deutet darauf hin, dass die UAP-Meldungen in Europa auf kontinentaler Ebene im Laufe der Zeit weitgehend konstant geblieben sind, ungeachtet kurzfristiger Schwankungen, die mit spezifischen nationalen Kontexten oder externen Faktoren zusammenhängen.</p>



<p><strong>Tabelle 1: Jahreswerte des Datensatzes von 2019 bis 2024</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="721" height="470" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table1-1.jpg" alt="" class="wp-image-10150" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table1-1.jpg 721w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table1-1-376x245.jpg 376w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table1-1-520x339.jpg 520w" sizes="(max-width: 721px) 100vw, 721px" /></figure>



<p><em>Hinweis: Die Daten für 2024 sind für Italien und das Vereinigte Königreich unvollständig; die Gesamtsumme ist daher unterschätzt.</em></p>



<p>Was den auffälligen Anstieg zwischen 2019 und 2020 betrifft, so wurde bereits zuvor festgestellt, dass dieser auf drei Länder zurückzuführen sein könnte: Belgien, Deutschland und die Niederlande. Eine plausible Hypothese für diesen Anstieg ist, dass in diesem Jahr die Starlink-Satelliten von SpaceX ihren Betrieb aufgenommen haben. Verwechslungen zwischen diesen Satelliten und UAP kommen häufig vor, da neu gestartete Satelliten als unheimliche, helle, gerade Linien oder „Lichtzüge” am Nachthimmel erscheinen und selbst für Piloten ungewöhnlichen Luftphänomenen ähneln, was zu zahlreichen UAP-Meldungen führt, bevor sie sich in ihre Betriebsbahnen ausbreiten und dann schwerer zu erkennen sind. Diese „Satellitenzüge” sind einfach Gruppen von 50 bis 60 Satelliten, die zusammen gestartet werden, das Sonnenlicht reflektieren und in der Dämmerung gut sichtbar sind, sodass sie fälschlicherweise als potenzielle UAP identifiziert werden.</p>



<p>Anfang 2020 diskutierten einige Forscher eine weitere kontextbezogene Überlegung, nämlich den möglichen Einfluss von Verhaltensänderungen im Zusammenhang mit COVID-19 (wie z.B. Veränderungen bei Outdoor-Aktivitäten und Himmelsbeobachtungen während des Lockdowns) auf die Anzahl der UAP-Meldungen. Empirische Untersuchungen zu dieser Hypothese haben jedoch keinen kausalen Zusammenhang bestätigt: So fand beispielsweise eine <a href="https://doi.org/10.31275/20222681">im Journal of Scientific Exploration veröffentlichte Studie</a> keine Hinweise darauf, dass pandemiebedingte Verhaltensänderungen die UAP-Meldungsraten in den Vereinigten Staaten signifikant beeinflusst hätten. Dieser Zusammenhang ist zwar aus historischer Sicht interessant, sollte jedoch nicht als wesentlicher Erklärungsfaktor für den Anstieg der europäischen Daten im Jahr 2020 interpretiert werden.</p>



<p>Von dieser Gesamtzahl aus sechs Jahren stammen 28.900 Berichte (etwa 90%) von nationalen zivilen oder offiziellen UAP-Organisationen, die den primären analytischen Datensatz bilden, während 3.353 Berichte (etwa 10%) aus dem MUFON Case Management System (CMS) stammen. Obwohl zahlenmäßig geringer, spielt der Beitrag von MUFON eine überproportionale Rolle bei der Erweiterung der geografischen Abdeckung. Dank dieser Zusammenarbeit sind nun Berichte aus 21 weiteren europäischen Ländern, die zuvor in den kontinentalen Übersichten von EuroUfo.Net fehlten, in diesem Barometer enthalten. Infolgedessen umfasst die Aktualisierung für 2025 Daten aus insgesamt 37 europäischen Ländern, wodurch sowohl der demografische als auch der territoriale Umfang der Analyse erheblich erweitert wurde (siehe Abbildung 1).</p>



<p><strong>Abbildung 1. Einfache politische Karte Europas (zur geografischen Orientierung)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="714" height="517" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Figure1.jpg" alt="" class="wp-image-10134" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Figure1.jpg 714w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Figure1-338x245.jpg 338w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Figure1-520x377.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px" /></figure>



<p>Die vergleichsweise niedrigere Gesamtzahl für 2024 sollte daher mit Vorsicht interpretiert werden. Wie bereits erwähnt, fehlen noch die konsolidierten Jahresdaten von drei Organisationen, die normalerweise einen erheblichen Beitrag leisten, insbesondere im Vereinigten Königreich und in Italien. Auf der Grundlage der jüngsten historischen Werte würde die Einbeziehung dieser fehlenden Daten wahrscheinlich mehrere hundert zusätzliche Meldungen in der Größenordnung von 700 bis 800 Fällen hinzufügen, wodurch die Gesamtzahl für 2024 nahe an die von 2023 heranreichen würde. Der offensichtliche Rückgang im Jahr 2024 spiegelt somit eher die begrenzte Verfügbarkeit von Daten wider als einen bedeutenden Rückgang der Meldungen selbst.</p>



<p>Über die absoluten Zahlen hinaus stellt der vorliegende Datensatz einen großen Fortschritt gegenüber früheren europäischen Übersichten dar. Während frühere Barometer in der Regel auf weniger als ein Dutzend Länder beschränkt waren, umfasst die aktuelle Zusammenstellung einen großen Teil der Bevölkerung und der geografischen Fläche Europas und deckt West-, Nord-, Süd-, Mittel- und Teile Osteuropas ab. Es ist jedoch zu beachten, dass die von MUFON abgeleiteten Daten wahrscheinlich nur einen Bruchteil der tatsächlichen Meldungen in diesen zusätzlichen Ländern widerspiegeln, da sie in erster Linie Meldungen von Personen erfassen, die die US-amerikanische Organisation kennen und motiviert sind, ihre Beobachtungen über eine ausländische Meldeplattform und nicht über lokale oder nationale Strukturen einzureichen.</p>



<p>Trotz dieser Einschränkung stärkt die erweiterte Abdeckung den Wert des EuroUFO-Barometers als Indikator für die Meldungsdynamik auf kontinentaler Ebene erheblich und unterstreicht gleichzeitig die Bedeutung einer fortgesetzten institutionellen Zusammenarbeit, um die Vollständigkeit und Repräsentativität künftiger Ausgaben zu verbessern.</p>



<p>Insgesamt repräsentieren die 37 europäischen Länder, die in dieser Ausgabe des Barometers berücksichtigt wurden, eine klare Mehrheit der Bevölkerung und der Fläche Europas. Sie umfassen alle wichtigen Ballungszentren in Westeuropa, den nordischen Ländern, Südeuropa und einem Großteil Mittel- und Osteuropas, darunter auch geografisch ausgedehnte Staaten wie Norwegen, Schweden und Russland. Obwohl genaue bevölkerungsgewichtete Vergleiche aufgrund unterschiedlicher Definitionen von „Europa“ nur annähernd möglich sind, machen die in diesem Bericht behandelten Länder plausibel weit über zwei Drittel der Einwohner Europas und einen vergleichbaren Anteil seiner Landmasse aus.</p>



<p>Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Lücken. Mehrere europäische Länder verfügen nach wie vor über keine erkennbare nationale zivile oder behördliche Struktur für die systematische Erfassung von UAP-Meldungen und sind daher in den primären Analysedaten nicht vertreten. Dazu gehören insbesondere Österreich, Polen und die Schweiz, drei geografisch und demografisch bedeutende europäische Staaten, deren Fehlen die ungleiche Entwicklung der UAP-Meldeinfrastrukturen auf dem gesamten Kontinent deutlich macht. Das Fehlen von Daten aus diesen Ländern sollte nicht als Fehlen von UAP-Beobachtungen interpretiert werden, sondern vielmehr als Hinweis auf anhaltende strukturelle und institutionelle Einschränkungen bei der Überwachung auf europäischer Ebene.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Primärer Analyse-Datensatz: Länder mit etablierten nationalen UAP-Organisationen</h2>



<p>Die Tabellen und Diagramme in diesem Abschnitt fassen die Rohdaten zu UFO-/IFO-Sichtungen zusammen, die <strong>23 Organisationen in 16 europäischen Ländern</strong> gemeldet wurden, für die konsolidierte nationale Statistiken vorliegen. Die Daten für das Vereinigte Königreich für das Jahr 2024 fehlen derzeit noch, werden aber voraussichtlich im nächsten Jahr veröffentlicht. Auch die Informationen einer großen italienischen Vereinigung liegen noch nicht vor. Diese Länder haben ein wichtiges strukturelles Merkmal gemeinsam: Es gibt dort ansässige zivile UAP-Vereinigungen oder offizielle Stellen, die über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich und langfristig Daten gesammelt und stabile Kontakte zu EuroUfo.Net unterhalten haben (Tabelle 2).</p>



<p>In diesen Ländern werden UAP-Meldungen in einem klar definierten nationalen Kontext unter Verwendung etablierter Meldewege und Untersuchungsverfahren gesammelt und durch lokale Archivierungspraktiken und institutionelles Gedächtnis unterstützt. Diese Kontinuität ermöglicht die Untersuchung von Schwankungen zwischen den Jahren, längerfristigen Trends und länderübergreifenden Vergleichen mit einem angemessenen Maß an methodischer Konsistenz. Aus diesen Gründen wird nur diese Untergruppe von Ländern in die unten dargestellten grafischen Analysen und trendbasierten Interpretationen einbezogen.</p>



<p>Die hier vorgestellten Daten wurden durch freiwillige Beiträge von Mitgliedsorganisationen der virtuellen Gemeinschaft EuroUfo.Net zusammengestellt und durch öffentlich zugängliche Statistiken ergänzt, die von nationalen Institutionen wie GEIPAN in Frankreich und Aeronautica Militare in Italien veröffentlicht wurden. Obwohl zwischen den Ländern weiterhin Unterschiede in der Berichterstattungspraxis und der öffentlichen Sichtbarkeit bestehen, stellt dieser primäre analytische Datensatz die derzeit solideste und intern kohärenteste Grundlage für die Bewertung der Entwicklung der gemeldeten UAP-Aktivitäten in ganz Europa dar.</p>



<p><strong>Tabelle 2: Nationale Organisationen, die Daten zum primären Analysedatensatz beitragen, mit Gründungsjahr und Online-Berichtsressourcen</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="738" height="741" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table2.jpg" alt="" class="wp-image-10139" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table2.jpg 738w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table2-244x245.jpg 244w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table2-518x520.jpg 518w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table2-200x200.jpg 200w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table2-160x160.jpg 160w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table2-320x320.jpg 320w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table2-520x522.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 738px) 100vw, 738px" /></figure>



<p>Wie in früheren Ausgaben muss betont werden, dass diese Zahlen <strong>gemeldete Beobachtungen widerspiegeln und keine bestätigten anomalen Ereignisse</strong>. Die überwiegende Mehrheit der Fälle entspricht letztlich Fehlidentifikationen natürlicher oder vom Menschen verursachter Phänomene. Dennoch bleiben die systematische Sammlung und der Vergleich solcher Berichte unerlässlich, um die Dynamik der Meldungen zu verstehen, wiederkehrende Muster zu erkennen und die kleine Untergruppe von Fällen zu isolieren, die eine eingehendere Untersuchung rechtfertigen könnten.</p>



<p>In Bezug auf die am schwierigsten zu erklärenden Fälle wäre eine <strong>separate Analyse, die sich speziell auf derzeit ungeklärte Ereignisse der letzten fünf bis zehn Jahre konzentriert</strong>, besonders wertvoll. Derzeit ist eine solche Analyse nur für Frankreich realistisch durchführbar, wo die GEIPAN detaillierte Fallklassifizierungen öffentlich zugänglich macht. Basierend auf diesen veröffentlichten Daten stammen die jüngsten Fälle, die in die unerklärten Kategorien (D/D1/D2) eingestuft wurden, aus dem Jahr 2022 (drei Fälle), wobei frühere Vorkommnisse aus den Jahren 2020 (zwei Fälle) und 2019 (ein Fall) stammen.</p>



<p>Vorläufige Daten für 2024 deuten auf einen leichten Rückgang der Gesamtzahl der gemeldeten UAP-Beobachtungen in den 16 Ländern hin, die in dieser Analyse berücksichtigt wurden, mit 4.695 Meldungen gegenüber 5.069 im Jahr 2023. Dieser offensichtliche Rückgang sollte mit Vorsicht interpretiert werden, da die Beiträge von zwei britischen und einer italienischen Organisation noch fehlen. Angesichts der historisch hohen Meldezahlen in diesen Ländern dürfte die tatsächliche Zahl der Beobachtungen für 2024 in Wirklichkeit höher liegen.</p>



<p>Im Vergleich zum Vorjahr wurde der geografische Umfang des Datensatzes ebenfalls erweitert. Während der Bericht von 2023 elf Länder umfasste (Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Norwegen, Portugal, Rumänien, Schweden, das Vereinigte Königreich und die Niederlande), umfasst der Datensatz von 2024 16 Länder (Belgien, Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Norwegen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, das Vereinigte Königreich, die Ukraine und die Niederlande). Diese größere Gruppe von 16 Ländern repräsentiert weiterhin eine erhebliche Mehrheit der Einwohner Europas. Die hinzugefügten Länder Tschechische Republik, Griechenland, Spanien und Ukraine tragen einen bedeutenden Anteil zur Bevölkerung ihrer Regionen bei und erweitern damit den geografischen und demografischen Umfang des EuroUFO-Barometers. Aus numerischer Sicht umfasst der Datensatz der 16 Länder nun über <strong>31.503</strong> gemeldete Fälle aus den Jahren 2019 bis 2024, verglichen mit etwa 23.800 Fällen aus den Jahren 2019 bis 2023, was sowohl die Einbeziehung zusätzlicher Länder als auch die Anhäufung neuer Jahresberichte widerspiegelt.</p>



<p><strong>Tabelle 3: Gesamtzahl der gemeldeten Ereignisse pro Jahr auf Länderebene</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="738" height="395" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table3.jpg" alt="" class="wp-image-10140" style="aspect-ratio:1.8683719267585495;width:735px;height:auto" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table3.jpg 738w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table3-458x245.jpg 458w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table3-730x391.jpg 730w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table3-520x278.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 738px) 100vw, 738px" /></figure>



<p>Unter den Ländern mit vollständigen Daten variieren die Meldezahlen für 2024 erheblich. Deutschland verzeichnet weiterhin eine hohe Aktivität, wobei die Meldungen von 1.148 im Jahr 2023 auf 1.436 im Jahr 2024 gestiegen sind, was auf gut etablierte Meldewege und klare institutionelle Verbindungen zurückzuführen ist, während Belgien und Frankreich einen Rückgang auf 222 bzw. 175 Meldungen verzeichneten. Dänemark und Finnland verzeichneten mit 121 bzw. 99 Meldungen einen leichten Anstieg, während kleinere meldende Länder wie Griechenland, Norwegen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, die Ukraine und die Niederlande weitgehend stabil blieben.</p>



<p>Wie in den Vorjahren ist es wichtig, kontextuelle Faktoren zu berücksichtigen, die sich auf die Meldequote auswirken können. So melden beispielsweise die Niederlande Beobachtungen ausschließlich über die Website der einzigen derzeit aktiven Organisation im Land. Die Niederlande haben mit über 500 Einwohnern pro Quadratkilometer auch eine der höchsten Bevölkerungsdichten in Westeuropa. Im Vergleich dazu hat Belgien 380, das Vereinigte Königreich 280, Deutschland 240, Italien 200 und Frankreich 120 Einwohner pro Quadratkilometer. Diese Faktoren, die Bevölkerungsdichte und die Organisation der Meldewege, tragen sicherlich zu den beobachteten Unterschieden in der Anzahl der Meldungen zwischen den Ländern bei.</p>



<p>Insgesamt zeigen die vorläufigen Daten für 2024, dass in einigen Ländern, wie beispielsweise Deutschland, weiterhin viele Meldungen eingehen, während in anderen Ländern, darunter Belgien und Frankreich, ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist. In kleineren meldenden Ländern bleibt die Lage weitgehend stabil. Die Erweiterung des Datensatzes auf 16 Länder und die Gesamtzahl von mehr als 31.500 Meldungen unterstreichen sowohl die Kontinuität der organisierten Meldebemühungen als auch den Wert einer breiteren europäischen Perspektive für das Verständnis der Trends bei gemeldeten UAP-Aktivitäten.</p>



<p><strong>Tabelle 4: An der Erhebung teilnehmende Länder und in den Datensatz einbezogene berichtende Organisationen</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="592" height="592" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table4.jpg" alt="" class="wp-image-10141" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table4.jpg 592w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table4-245x245.jpg 245w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table4-520x520.jpg 520w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table4-200x200.jpg 200w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table4-160x160.jpg 160w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table4-320x320.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Jahresübergreifende Schwankungen und allgemeines Muster</h3>



<p>Um das Risiko einer Überinterpretation zu begrenzen, konzentriert sich die Analyse der jahresübergreifenden Schwankungen in diesem Bericht in erster Linie auf die Veränderungen zwischen den Jahren 2023 und 2024. Längerfristige Entwicklungen werden qualitativ diskutiert, da Unterschiede in den Berichtsstrukturen, im öffentlichen Bewusstsein und in den Untersuchungspraktiken die Interpretierbarkeit prozentualer Vergleiche über längere Zeiträume einschränken.</p>



<p>Auf europäischer Ebene deuten die vorläufigen Daten für 2024 auf einen leichten Rückgang der Gesamtzahl der gemeldeten Beobachtungen im Vergleich zu 2023 hin. Dieser Rückgang ist jedoch mit Vorsicht zu interpretieren, da der Datensatz für 2024 noch unvollständig ist. Daher sind Gegenüberstellungen dieser Länder nicht direkt mit den Vorjahren vergleichbar.</p>



<p>Unter den Ländern mit vollständigen Daten lassen sich dennoch mehrere Muster erkennen. Deutschland weist weiterhin ein konstant hohes Meldeaufkommen auf und verzeichnet für 2024 einen weiteren Anstieg, was den langfristigen Trend einer anhaltenden Meldeaktivität bestätigt. Im Gegensatz dazu zeigen eine Reihe von Ländern, die um 2020 ein erhöhtes Meldeaufkommen verzeichneten, wie Belgien, Frankreich, Schweden und die Niederlande, in den letzten Jahren ein moderateres Niveau, was auf eine Stabilisierung nach früheren Spitzenwerten hindeutet. Andere Länder, darunter Dänemark, Finnland und Rumänien, verzeichnen einen allmählichen Anstieg von einem relativ niedrigen Ausgangsniveau, was eher auf eine verbesserte Sichtbarkeit der Meldungen oder organisatorische Kontinuität als auf abrupte Veränderungen der beobachteten Phänomene zurückzuführen ist.</p>



<p>Insgesamt deuten diese Muster darauf hin, dass strukturelle und kontextuelle Faktoren wie Bevölkerungsdichte, Meldewege und organisatorische Kapazitäten eine vorherrschende Rolle bei der Gestaltung der nationalen Meldezahlen spielen. Zwar liefern kurzfristige Schwankungen nützliche Indikatoren für die Meldedynamik, doch lassen die Daten keine einfachen Interpretationen hinsichtlich Veränderungen der zugrunde liegenden UAP-Aktivitäten zu. Bemerkenswert ist auch, dass auf europäischer Ebene seit der belgischen UFO-Welle von 1989–1990 kein plötzlicher oder allgemeiner Anstieg der Meldungen zu beobachten war, was die relative Stabilität der Meldemuster in den folgenden Jahrzehnten unterstreicht.</p>



<p><strong>Tabelle 5: Gesamtzahl der gemeldeten Ereignisse auf Länderebene und Schwankungen zwischen den Jahren (2023–2024)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="554" height="527" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table5.jpg" alt="" class="wp-image-10142" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table5.jpg 554w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table5-258x245.jpg 258w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table5-547x520.jpg 547w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table5-520x495.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 554px) 100vw, 554px" /></figure>



<p><em>Anmerkungen:<br />1. Unvollständige Daten: Die Daten für 2023 und/oder 2024 sind unvollständig;<br />die entsprechenden prozentualen Abweichungen werden daher nicht angezeigt.<br />2. Länder mit geringer Anzahl: Prozentuale Abweichungen, die auf sehr kleinen absoluten Zahlen basieren,<br />sollten mit Vorsicht interpretiert werden und werden nicht angezeigt.<br />3. Verfügbarkeit von MUFON-Daten: MUFON-Daten für Spanien sind nur für 2024 enthalten;<br />prozentuale Abweichungen werden daher nicht angezeigt.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Ergänzender Datensatz: UAP-Berichte, die an das MUFON Case Management System (CMS) übermittelt wurden</h2>



<p>Zusätzlich zur Ausweitung der Erfassung auf Länder ohne ansässige nationale UAP-Organisationen wurden die <strong>MUFON</strong>-CMS-Daten, soweit verfügbar, auch in die Datensätze von acht Ländern integriert, die bereits über etablierte nationale Meldestrukturen verfügen (siehe Tabelle 5). In diesen Fällen dienen die MUFON-Angaben als ergänzende Quelle und werden neben den nationalen Statistiken aufgeführt, ohne diese zu ersetzen.</p>



<p>Über diese Integrationen hinaus bieten die MUFON-CMS-Daten einen eigenständigen ergänzenden Datensatz, der 21 weitere europäische Länder abdeckt, die in der primären Analyseprobe nicht vertreten sind. Für den Referenzzeitraum 2019–2024 belaufen sich diese ausschließlich von MUFON stammenden Eingaben auf insgesamt 750 gemeldete Ereignisse und bieten eine breitere, wenn auch zwangsläufig heterogenere geografische Perspektive auf die UAP-Meldungen in ganz Europa.</p>



<p><strong>Tabelle 6: MUFON CMS-Berichte über UAP in europäischen Ländern ohne nationale Meldeorganisationen (2019–2024)</strong></p>



<ol class="wp-block-list"></ol>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="497" height="891" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table6.jpg" alt="" class="wp-image-10144" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table6.jpg 497w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table6-137x245.jpg 137w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Table6-290x520.jpg 290w" sizes="auto, (max-width: 497px) 100vw, 497px" /></figure>



<p>Dieser Abschnitt enthält eine ergänzende Reihe von UAP-Berichten, die beim MUFON Case Management System (CMS) aus europäischen Ländern eingereicht wurden, in denen es keine seit langem bestehende nationale UAP-Organisation gibt oder in denen keine konsolidierten nationalen Statistiken öffentlich verfügbar sind. Im Gegensatz zu den im vorigen Abschnitt untersuchten primären analytischen Datensätzen stammen diese Daten aus einem zentralisierten internationalen Berichtsrahmen und nicht aus nationalen Strukturen, die in lokale soziale, kulturelle und institutionelle Kontexte eingebettet sind.</p>



<p>Alle in diesem Datensatz enthaltenen Berichte folgen dem standardisierten Aufnahme- und Untersuchungsverfahren von MUFON. Zeugen reichen detaillierte Berichte über das MUFON CMS ein, woraufhin jeder Fall einem geschulten Ermittler vor Ort zugewiesen wird, der innerhalb von 72 Stunden Kontakt mit dem Zeugen aufnehmen muss. Es werden zusätzliche Informationen gesammelt, und der Fall wird in der Regel innerhalb von 60 Tagen geprüft, klassifiziert und abgeschlossen. Dieses einheitliche Verfahren gewährleistet ein hohes Maß an Konformität zwischen den Ländern, selbst wenn keine lokalen Organisationen vorhanden sind.</p>



<p>Allerdings unterscheiden sich diese Daten aufgrund wichtiger struktureller Unterschiede von den Primärdaten. Die Meldezahlen in Ländern, in denen nur MUFON vertreten ist, werden eher von Faktoren wie der Bekanntheit von MUFON in der Öffentlichkeit, der sprachlichen Zugänglichkeit, der Internetnutzung und der Medienpräsenz beeinflusst als von nachhaltigen nationalen Aufklärungskampagnen oder lokal verankerten Ermittlungsaktivitäten. Diese jährlichen Fallzahlen sind in der Regel gering und unregelmäßig, was eine Längsschnittanalyse oder grafische Interpretation statistisch unsicher und potenziell irreführend macht.</p>



<p>Aus diesen Gründen sind die hier vorgestellten Daten aus MUFON-Quellen auf Tabellenform beschränkt und dienen ausschließlich zu Beschreibungszwecken. Sie sind nicht in den Diagrammen oder Vergleichsanalysen enthalten, die für Länder mit ansässigen Organisationen verwendet werden. Ihr Hauptnutzen liegt darin, die geografische Abdeckung des EuroUFO-Barometers zu erweitern, Basisindikatoren für die Meldeaktivität zu liefern und Regionen hervorzuheben, in denen die Entwicklung lokaler Datenerfassungsstrukturen die künftigen Überwachungsbemühungen erheblich verbessern könnte.</p>



<p>Trotz ihres beschreibenden Charakters lassen sich aus dem Datensatz von MUFON mehrere allgemeine Beobachtungen ableiten. Erstens ist das Meldevolumen in den meisten Ländern nach wie vor sehr gering und beschränkt sich oft auf einstellige Zahlen pro Jahr, was das Fehlen einer nachhaltigen nationalen Meldeinfrastruktur unterstreicht. In diesem Zusammenhang sticht Russland mit durchweg höheren Zahlen im gesamten Referenzzeitraum hervor, was weitgehend auf das Vorhandensein eines etablierten zivilen Meldekanals zurückzuführen ist, ergänzt durch eine geringere Anzahl von Meldungen über das MUFON-Fallmanagementsystem. Dieser Konzentrationseffekt und nicht etwa Rückschlüsse auf zugrunde liegende Phänomene erklärt die höheren Gesamtzahlen, die für dieses Land beobachtet wurden.</p>



<p>Tabelle 6 zeigt auch bemerkenswerte strukturelle Lücken in Mittel- und Osteuropa auf. Länder wie Österreich und die Schweiz, die im geografischen Zentrum Europas liegen und sich durch ein hohes Maß an technologischer Entwicklung und öffentlicher Konnektivität auszeichnen, verlassen sich weiterhin ausschließlich auf externe Berichterstattungsmechanismen. In ähnlicher Weise weist Polen, eines der bevölkerungs- und flächenmäßig größten Länder Europas, wiederkehrende, aber unregelmäßige Berichterstattungsaktivitäten auf, was die Notwendigkeit lokal verankerter Organisationen verstärkt, die in der Lage sind, Kontinuität, Reichweite und Aggregation auf nationaler Ebene zu gewährleisten. In dieser Hinsicht dient der MUFON-Datensatz nicht nur als ergänzender statistischer Input, sondern auch als Indikator für Regionen, in denen die Einrichtung von Datenerfassungsstrukturen für Einwohner die künftigen europaweiten Überwachungsbemühungen erheblich verbessern könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Schlussfolgerung</h2>



<p>Die Aktualisierung des <strong>EuroUFO-Barometers</strong> für das Jahr 2025 stellt einen deutlichen Fortschritt sowohl hinsichtlich der Breite als auch der Tiefe der Berichterstattung über UAP auf dem europäischen Kontinent dar. Im Vergleich zu früheren Ausgaben umfasst der Datensatz nun eine größere Anzahl von Ländern, darunter neu gegründete oder wiederbelebte nationale Organisationen, sowie eine ergänzende Reihe von Berichten aus dem Fallmanagementsystem von MUFON, das Länder ohne ansässige UAP-Strukturen abdeckt. Zusammengenommen bieten diese Entwicklungen den bislang umfassendsten Überblick über die europäische UAP-Berichterstattung, der <strong>37 Länder</strong> und über <strong>32.000 aufgezeichnete Ereignisse</strong> aus den Jahren 2019 bis 2024 umfasst.</p>



<p>Obwohl diese Zahlen einen wichtigen Fortschritt darstellen, ist es wichtig, sie mit Vorsicht zu interpretieren. Die Meldequote wird nach wie vor stark von strukturellen und kontextuellen Faktoren beeinflusst, wie z.B. der Präsenz nationaler Organisationen, der Bevölkerungsdichte, dem öffentlichen Bewusstsein, Sprachbarrieren und lokalen Meldewegen. Einige nationale Datensätze sind unvollständig und es kann eine geringe Anzahl von doppelten oder rückdatierten Meldungen geben. Darüber hinaus handelt es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Fälle um Fehlidentifikationen natürlicher oder vom Menschen verursachter Phänomene, wobei nur ein sehr kleiner Teil nach der Untersuchung ungelöst bleibt. Daher sollten Vergleiche zwischen Ländern oder Jahren eher als Anhaltspunkte denn als endgültige Ergebnisse betrachtet werden.</p>



<p>Trotz dieser Einschränkungen unterstreicht die Aktualisierung den Wert schrittweiser, kooperativer Bemühungen, sowohl formeller als auch informeller Art, zur Verbesserung der Qualität, Residenz und Reichweite der UAP-Überwachung in ganz Europa. Netzwerke wie <a href="http://www.euroufo.net/">EuroUfo.Net</a> und <a href="http://www.uapcheck.com/">UAP Check</a> spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Kontinuität, methodischem Austausch und Zusammenarbeit und tragen dazu bei, die Fragmentierung und Lücken zu überwinden, die europaweite Analysen in der Vergangenheit eingeschränkt haben. Der Bericht hebt auch Regionen hervor, darunter Mittel- und Osteuropa, in denen es nach wie vor keine lokal verankerten Strukturen zur Datenerfassung gibt, und weist auf Möglichkeiten für eine weitere institutionelle Entwicklung hin.</p>



<p>Insgesamt zeigt die Aktualisierung für 2025, dass ein umfassenderes, integrativeres <strong>EuroUFO-Barometer</strong> sowohl realisierbar ist als auch bereits Gestalt annimmt. Die weitere Zusammenarbeit, Transparenz und nachhaltige Bemühungen nationaler Forschender und Freiwilligenorganisationen werden von entscheidender Bedeutung sein, um diese Fortschritte zu konsolidieren, die Vollständigkeit der Daten zu verbessern und unser Verständnis der langfristigen Dynamik der gemeldeten UAP-Aktivitäten in Europa zu vertiefen.</p>



<p>In diesem Zusammenhang ist eine aktuelle Initiative von EuroUfo.Net erwähnenswert, die die in diesem Bericht vorgestellten jährlichen statistischen Arbeiten direkt ergänzt. Nach Gesprächen zwischen europäischen Forschern auf dem SOL-Symposium in Baveno im Jahr 2025 starteten EuroUfo.Net und UAP Check ein gemeinsames Pilotprojekt zur Erstellung eines öffentlichen <a href="http://euroufo.net/euroufo-index"><strong>„Euro-UFO-Index“</strong></a>. Das Ziel dieser Initiative ist es nicht, einen zusätzlichen analytischen Datensatz bereitzustellen, sondern einen einfachen, transparenten Katalog mit grundlegenden Daten oder gemeldeten UFO-/UAP-Beobachtungen wie Datum, Ort und allgemeine Art der Sichtung zu erstellen, wobei jeder Eintrag mit der ursprünglichen Quelle verlinkt ist, um weitere Details abzurufen.</p>



<p>Als erstes, bewusst begrenztes Experiment wurden die teilnehmenden Organisationen gebeten, nur einen kleinen Teil der Datensätze für das Jahr 2024 beizusteuern, um den Arbeitsaufwand zu minimieren und eine praktische Bewertung der Machbarkeit und Kooperationsbereitschaft zu ermöglichen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist bereits eine <a href="https://www.euroufo.net/euroufo-index/">Beta-Version des Euro-Ufo-Index online</a> und enthält etwa 1.500 Berichte, die von mehreren nationalen Partnern beigesteuert wurden, von insgesamt erwarteten rund 4.700 Einträgen für die Pilotphase.</p>



<p>Obwohl der <strong>Euro-UFO-Index</strong> nicht als Forschungsinstrument gedacht ist, bietet er einen klaren Überblick darüber, wann und wo in Europa UFO-/UAP-Meldungen eingereicht werden, und bildet eine konkrete Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit. Zusammen mit dem jährlichen statistischen Barometer veranschaulicht diese Initiative, wie bescheidene, kooperative Schritte schrittweise die Sichtbarkeit, Kontinuität und Transparenz auf europäischer Ebene bei der Dokumentation von UAP-Meldungen stärken können.</p>



<p><em><strong>Danksagung</strong><br />Der Autor bedankt sich herzlich bei allen nationalen Koordinierenden und Forschenden, die jedes Jahr ihre Daten für diese Studie frei zur Verfügung stellen und deren anhaltendes Engagement und freiwillige Bemühungen die Grundlage für die UAP-Forschung auf europäischer Ebene bilden. Ihr langfristiges Engagement für die Datenerhebung, Untersuchung und Transparenz ist für die Kontinuität und Glaubwürdigkeit dieser Arbeit von entscheidender Bedeutung.<br />Besonderer Dank gilt Edoardo Russo (CISU), Gründungsmitglied von EuroUfo.Net und Vorstandsmitglied von UAP Check, für seine wertvolle Hilfe und kontinuierliche Unterstützung bei der Erstellung dieses Jahresberichts. Der Autor bedankt sich auch herzlich bei Robert Spearing, MUFON-Direktor für internationale Untersuchungen, für die Genehmigung zur Nutzung der Daten des MUFON Case Management System (CMS), wodurch der geografische Umfang dieser Forschung erheblich erweitert werden konnte.<br />Der Autor bedankt sich außerdem bei Giorgio Abraini für die Durchsicht des Manuskripts und seine konstruktiven Kommentare und Vorschläge, die zur Verbesserung der Klarheit und Gesamtqualität des Berichts beigetragen haben.</em></p>



<p><strong><em>Als Ergebnis einer beispiellosen internationalen Zusammenarbeit wird dieser Artikel auch auf den Websites der teilnehmenden Organisationen in ihren jeweiligen Sprachen veröffentlichDie deutschsprachige Version erscheint hier auf der Website der GEP, die englischsprachige Originalversion ist <a href="https://www.uapcheck.com/news/id/3239/european-uap-sightings-in-2019-2024-towards-a-broader-and-more-inclusive-euroufo-barometer/">auf UAP Check verfügbar</a>.</em></strong> </p>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor</h2>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="245" height="245" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/66-245x245.jpg" alt="" class="wp-image-10148" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/66-245x245.jpg 245w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/66-200x200.jpg 200w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/66-160x160.jpg 160w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/66.jpg 267w" sizes="auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px" /></figure>



<p><a href="https://www.linkedin.com/in/philippe-ailleris-5380a05">Philippe Ailleris</a> ist Senior Project Controller am Weltraumforschungs- und Technologiezentrum der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in den Niederlanden. Er arbeitet in der Abteilung für Erdbeobachtungsprojekte, insbesondere für die Satellitenmissionen Sentinel-1 und CO2M des EU-Programms Copernicus. Der französische Staatsbürger Ailleris interessiert sich seit der Gründung der französischen UAP-Forschungs- und Informationsgruppe (CNES/GEIPAN) im Jahr 1977 für das Thema UAP. Seine Forschung konzentriert sich auf die wissenschaftliche Untersuchung von UAP-Beobachtungen und die Schaffung einer systematischen und rigorosen Wissenschaft der UAP-Phänomene. Im Jahr 2009 gründete er das Projekt „UAP Observations Reporting Scheme”. Seit 2015 ist er aktiv am UFODATA-Projekt beteiligt, das ein großes internationales Netzwerk automatisierter Überwachungsstationen zur Beobachtung des Himmels auf UAP entwickelt. Seine neuesten Forschungen konzentrieren sich auf den Einsatz ziviler Erdbeobachtungssatelliten zur Erkennung anomaler Luftphänomene.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unidentifizierte Luftraumphänomene (UAP) und die Strategische Autonomie der EU</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/uap-eu-strategie</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Danny Ammon]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ufo-forschung.de/?p=9788</guid>

					<description><![CDATA[20. März 2025, Europäischer UAP-TagCharles-Maxence Layet (Deutsche Übersetzung von Danny Ammon) Der nachfolgende Gastbeitrag ist Teil einer konzertierten Aktion von UFO-/UAP-Organisationen in ganz Europa mit dem Ziel, auf unsere Bemühungen aufmerksam zu machen, unter Einbeziehung bestehender EU-Strukturen eine koordinierte Erfassung und Erforschung von UAP zu fördern.&#160;Diese Notwendigkeit beschreibt Charles-Maxence Layet&#160;auf Basis seiner Erfahrungen im EU-Parlament und seiner persönlichen Überzeugungen.&#160; Charles-Maxence&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong><em>20. März 2025, Europäischer UAP-Tag</em></strong><br /><strong><em>Charles-Maxence Layet</em> (<em>Deutsche Übersetzung von Danny Ammon</em>)</strong></p>



<p><em>Der nachfolgende Gastbeitrag ist Teil einer konzertierten Aktion von UFO-/UAP-Organisationen in ganz Europa mit dem Ziel, auf unsere Bemühungen aufmerksam zu machen, unter Einbeziehung bestehender EU-Strukturen eine koordinierte Erfassung und Erforschung von UAP zu fördern.&nbsp;Diese Notwendigkeit beschreibt Charles-Maxence Layet&nbsp;auf Basis seiner Erfahrungen im EU-Parlament und seiner persönlichen Überzeugungen.&nbsp;</em></p>



<p><em>Charles-Maxence Layet war von 2009 bis 2024 parlamentarischer Assistent im Europäischen Parlament und ist freier Wissenschaftsautor. Sein Fokus liegt auf den menschlichen, medialen, sozialen und politischen Dimensionen von UAP. Er ist zudem Mitglied der französischen Organisationen SCEAU und CIPO und beteiligt sich an den Kampagnen von UAP Check. Sein neuestes Buch&nbsp;„Le printemps des ovnis“ wurde im März 2025 veröffentlicht.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="327" height="245" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/flag-EU-Psq-327x245.png" alt="" class="wp-image-9801" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/flag-EU-Psq-327x245.png 327w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/flag-EU-Psq-693x520.png 693w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/flag-EU-Psq-768x576.png 768w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/flag-EU-Psq-520x390.png 520w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/flag-EU-Psq.png 960w" sizes="auto, (max-width: 327px) 100vw, 327px" /></figure>
</div>


<p>Von Washington bis Paris, von Berlin bis London, von Nuklearanlagen bis hin zu Militärbasen – ist auch der europäische Himmel zu einem Schauplatz ungeklärter Luftoperationen geworden? Die Anhörungen des US-Kongresses zum Thema UAP in den Jahren 2023 und 2024 sowie die jüngsten Überflüge von Objekten unbekannter Herkunft über sensiblen Einrichtungen in Europa sind eine deutliche Warnung, dass die Strategische Autonomie Europas diese Phänomene nicht länger ignorieren kann. Die Europäische Union sollte einen stärkeren Rahmen für die Zusammenarbeit bei der Sammlung, Analyse und dem Austausch von Informationen über UAP schaffen, UAP in die EU-Gesetzgebung aufnehmen sowie Forschung und Innovation finanzieren, um unsere Sicherheit und Souveränität zu gewährleisten.</p>



<p>Die Strategische Autonomie der EU ist zu einem Leitmotiv in Brüssel und in den Hauptstädten auf dem gesamten Kontinent geworden. Ob in den Bereichen Verteidigung, Technologie oder Weltraum – die Europäische Union erhebt den Anspruch, ihr Schicksal selbst zu bestimmen und nicht mehr ausschließlich von externen Mächten abhängig zu sein. Bei diesem Streben nach Autonomie wird jedoch ein sich abzeichnendes Thema weitgehend vernachlässigt: Unidentifizierte Luftraumphänomene (Unidentified Aerial Phenomena, UAP). Diese wurden lange Zeit belächelt oder ignoriert, doch mittlerweile müssen sie als ein Problem der Sicherheit und wissenschaftlichen Souveränität betrachtet werden, das von keiner ernstzunehmenden politischen Macht ignoriert werden sollte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size"><em>„Um ihre Strategische Autonomie zu stärken, muss sich die EU ernsthaft, transparent und proaktiv mit dem Thema UAP auseinandersetzen.“</em></p>
</blockquote>
</blockquote>



<p>Die Vereinigten Staaten veröffentlichen seit 2021 jährlich offizielle Berichte, welche die Existenz von zunächst mehreren Dutzend, später von Hunderten von UAP belegen und die realen Risiken betonen, die diese ungeklärten Phänomene für die nationale Sicherheit und Flugsicherheit darstellen&nbsp;(vgl.&nbsp;<em><a href="https://www.dni.gov/files/ODNI/documents/assessments/Prelimary-Assessment-UAP-20210625.pdf">Preliminary Assessment: Unidentified Aerial&nbsp;Phenomena, Office of the Director of National Intelligence,</a>&nbsp;25. Juni 2021</em>). Wie US-Senator Marco Rubio, mittlerweile Außenminister unter Präsident Trump, zusammenfasst: <em>„Es gibt Objekte, die in unserem Luftraum fliegen, und wir wissen nicht, was sie sind, und sie sind nicht unsere. Deshalb sollten wir herausfinden, was sie sind, insbesondere wenn es sich um einen Gegner handelt, der möglicherweise einen technologischen Fortschritt erzielt hat“</em> (vgl. <em><a href="https://www.politico.com/news/2021/06/23/ufos-catch-congress-interest-lawmakers-495778">Politico,</a>&nbsp;23. Juni 2021</em>). In diesem Zusammenhang kann Europa nicht untätig bleiben. Um ihre Strategische Autonomie zu stärken, muss sich die EU ernsthaft, transparent und proaktiv mit dem Thema UAP auseinandersetzen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="730" height="324" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Inauguration_EYE2014_Parlement_europeen_Strasbourg_9_mai_2014-v2-730x324.jpg" alt="" class="wp-image-9797" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Inauguration_EYE2014_Parlement_europeen_Strasbourg_9_mai_2014-v2-730x324.jpg 730w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Inauguration_EYE2014_Parlement_europeen_Strasbourg_9_mai_2014-v2-520x231.jpg 520w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Inauguration_EYE2014_Parlement_europeen_Strasbourg_9_mai_2014-v2-768x341.jpg 768w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Inauguration_EYE2014_Parlement_europeen_Strasbourg_9_mai_2014-v2-1536x681.jpg 1536w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Inauguration_EYE2014_Parlement_europeen_Strasbourg_9_mai_2014-v2-2048x908.jpg 2048w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/Inauguration_EYE2014_Parlement_europeen_Strasbourg_9_mai_2014-v2-1320x585.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was sind UAP und warum sind sie von Relevanz?</strong></h2>



<p><em>„Je mehr wir über UAP lernen, desto weniger verstehen wir sie“</em>, sagte der ehemalige Senator Harry Reid im Jahr 2021. Der frühere Mehrheitsführer des US-Senats initiierte zusammen mit zwei anderen US-Senatoren und ehemaligen Militärangehörigen ein geheimes UAP-Forschungsprogramm, das 2007 ins Leben gerufen und mit 22 Mio. US-Dollar aus geheimen Kongressmitteln finanziert wurde: das „Advanced Aerospace Weapon System Applications Program“ (<a href="https://www.dia.mil/FOIA/FOIA-Electronic-Reading-Room/FileId/170018/"><em>AAWSAP</em></a>). Seit Dezember 2017 hat dieses Programm, das oft mit dem AATIP-Projekt des Pentagon verwechselt wurde, weltweit Schlagzeilen gemacht.</p>



<p>Ganz unabhängig davon, ob sich UAP eines Tages als das Ergebnis eines technologischen Sprungs geopolitischer Gegner, als fehlinterpretierte natürliche Phänomene, als Besucher aus einer anderen Dimension oder als Technologien aus einer anderen Welt herausstellen: Sie umfassen zunächst jedes Objekt oder jede Erscheinung im Luftraum oder Weltraum, das bzw. die nicht sofort identifiziert werden kann. Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich hierbei nicht lediglich um fantasievolle Geschichten: Zahlreiche Astronaut:innen, zivile und militärische Pilot:innen, Fluglotse:innen und auch Radarsensoren haben über die Jahrzehnte Phänomene dokumentiert, die sich einer konventionellen Erklärung entziehen. Einige dieser Beobachtungen hätten fast zu Zusammenstößen geführt, welche nur knapp vermieden wurden, wodurch auch eine ernste Problematik der Flugsicherheit entsteht. Andere werfen geostrategische Fragen auf: Könnten sie mit unbekannten ausländischen Technologien oder sogar mit illegalen Überwachungsaktivitäten in Verbindung stehen?</p>



<p>Auch in der NATO und der EU wurden kürzlich unerwartete Luftraumverletzungen dokumentiert. Seit 2014 verdeutlichten mehr als hundert Überflüge von nicht identifizierten „Drohnen“ über Kernkraftwerken und nuklearen Anlagen in Frankreich die Verwundbarkeit Kritischer Infrastrukturen gegenüber unbekannten Objekten im Luftraum. Anhörungen im französischen Senat konnten nicht klären, wer hinter diesen Drohnen steckte und welche Absichten sie verfolgten. Ende 2024 wurden „Drohnen-Schwärme“ über Militärbasen und städtischen Gebieten in Europa und Nordamerika gemeldet (vgl. <em><a href="https://www.theguardian.com/us-news/2024/dec/13/germany-drones-air-base">The Guardian,</a>&nbsp;13. Dezember 2024</em>). Auch in diesen Fällen konnten die Behörden die Natur und Herkunft dieser „Drohnen-Schwärme“ nicht erklären. Diese Vorfälle zeigen, dass die Grenze zwischen UAP und konventionellen Bedrohungen (wie feindlichen Drohnen) verschwimmt: In beiden Fällen handelt es sich um Objekte unklarer Herkunft, die nicht sofort identifiziert werden können, potenziell gefährlich sind und eine koordinierte Reaktion der Behörden erfordern.</p>



<p>UAP zu ignorieren, hätte daher erhebliche Nachteile zur Folge. Einerseits würde es Pilot:innen und Betreiber:innen Kritischer Infrastrukturen unvorbereitet auf rätselhafte Luftraumereignisse lassen. Andererseits würde es eine Lücke in unserem gesamten Sicherheitssystem schaffen: einen „blinden Fleck“, den böswillige Akteur:innen ausnutzen könnten. Die unkontrollierte Zunahme ungeklärter Phänomene ohne einen Untersuchungsrahmen und entsprechend mögliche Gegenmaßnahmen lässt denkbare strategische Überraschungen zu. Im Gegensatz dazu würde eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Thema auch eine Chance für wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt bieten, indem Forschung in hochmodernen Bereichen wie Sensorik, Künstliche Intelligenz für Bildanalysen, Astrophysik etc. angeregt würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Europa bleibt auf strategischem Gebiet zurück</strong></h2>



<p>Während unsere Verbündeten Fortschritte machen, bleibt die Europäische Union in Bezug auf das Thema UAP erheblich zurück. In den Vereinigten Staaten hat das Pentagon über den bereits erwähnten Bericht hinaus 2022 ein spezialisiertes Büro (<em><a href="https://www.aaro.mil/">AARO</a>, „All-domain Anomaly Resolution Office“</em>) eingerichtet, das für die Sammlung und Analyse von UAP-Berichten des Militärs und von Pilot:innen zuständig ist. Sogar die&nbsp;<a href="https://science.nasa.gov/uap/">NASA hat 2023</a>&nbsp;eine unabhängige UAP-Studie gestartet. Auch Kanada, Australien und Japan (wo im Juni 2024 eine parteiübergreifende parlamentarische Arbeitsgruppe gegründet wurde), beginnen mit der systematischen Datenerfassung und Erforschung dieser Phänomene, in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten.</p>



<p>In Europa existiert bislang ausschließlich in Frankreich seit vielen Jahren eine offizielle Einrichtung (<em><a href="https://www.cnes-geipan.fr/en">GEIPAN</a> des CNES</em>), die Aussagen von Zeug:innen sammelt und wissenschaftliche Untersuchungen zu gemeldeten UAP durchführt. In anderen Ländern sammeln hauptsächlich ehrenamtliche zivile Organisationen Beobachtungsberichte, ohne institutionelle Unterstützung oder internationale Koordination. Einige jüngere Initiativen zeigen jedoch einen beginnenden Fortschritt: In den Niederlanden akzeptiert der niederländische Sicherheitsrat (OVV) nun UAP-Berichte von Pilot:innen, da den Ratsmitgliedern bewusst ist, dass alles, was den Luftraum durchquert, auch die Sicherheit beeinflussen kann (vgl.&nbsp;<a href="https://uapcoalitienederland.nl/en/news/"><em>UAP Coalition Netherlands</em></a>). Im Europäischen Parlament fand im&nbsp;<a href="https://www.uapcheck.com/news/id/2024-04-25-march-20-2024-the-first-european-uap-day-1-3">März 2024</a>&nbsp;auf Initiative eines&nbsp;<a href="https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/B-9-2024-0194_EN.html">Abgeordneten</a>&nbsp;erstmals eine historische Sitzung zum Thema UAP statt, um dieses seit langem tabuierte Thema innerhalb der Institutionen zu entstigmatisieren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size"><em></em><em>„Die Europäische Union verfügt über alle Ressourcen, die notwendig sind, um eine weltweite Führungsrolle in einem verantwortungsvollen und wissenschaftlichen Ansatz bezüglich UAP einzunehmen.“</em></p>
</blockquote>



<p>Trotz dieser Entwicklungen gibt es nach wie vor keine EU-weite, harmonisierte Politik bezüglich UAP. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) verfügt über kein spezifisches Protokoll zur Meldung von UAP. Der Datenraum der Europäischen Luftraumsicherheit umfasst UAP nicht explizit. Und obwohl die Europäische Kommission 2024 neue Gesetzgebungen zu Weltraumaktivitäten vorbereitete, werden UAP in diesem Kontext nicht erwähnt (vgl.&nbsp;<a href="https://www.uapcheck.com/news/id/2024-02-13-uap-in-the-european-parliament-part-2/#:~:text=The%20most%20recent%20question%20is,following%20question%20to%20the%20EP"><em>UAP Check</em></a>). Folglich läuft die EU Gefahr, von einem globalen geopolitischen Trend ausgeschlossen zu werden, der von entscheidender Bedeutung ist. Sie ist stattdessen auf Informationen aus Washington oder anderen Quellen angewiesen, was im Widerspruch zu ihrem Anspruch auf strategische Autonomie steht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Integration von UAP in die europäische Raumfahrtstrategie f</strong><strong>ü</strong><strong>r Sicherheit und Verteidigung</strong></h2>



<p>Untätigkeit ist keine Option mehr. Es ist an der Zeit, das Thema UAP vollständig in die europäische Sicherheits-, Verteidigungs- und Raumfahrtpolitik zu integrieren, im Einklang mit den Ankündigungen der EU zu Raumfahrtgesetzgebung und zu Aufrüstungsbemühungen. Brüssel hat seinen Willen bekundet, die Widerstandsfähigkeit seiner Raumfahrtsysteme zu stärken und Fähigkeitslücken angesichts neuer Bedrohungen zu schließen (vgl.&nbsp;<a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/eu-space/eu-space-strategy-security-and-defence_en#:~:text=In%20the%20current%20geopolitical%20context,its%20strategic%20posture%20and%20autonomy"><em>EU Space Strategy for Security and Defence – Europäische Kommission</em></a>). Die erste Raumfahrtstrategie für Sicherheit und Verteidigung, die 2023 vorgestellt wurde, betont, dass der Weltraum ein wettbewerbsfähiges Umfeld ist, in dem Europa seine Interessen schützen und seine Autonomie stärken muss (vgl.&nbsp;<a href="https://www.lemonde.fr/international/article/2023/03/16/l-ue-se-dote-d-une-strategie-spatiale-pour-la-defense_6165714_3210.html"><em>L’Union européenne se dote d’une stratégie spatiale pour la défense</em></a>). UAP in diese Gleichung einzubeziehen, wäre der logische nächste Schritt, der einen bislang blinden Fleck in Europas strategischer Vision adressieren würde. Wie ein Experte warnte: <em>„den möglichen Einfluss von UAP zu ignorieren, könnte einen kritischen blinden Fleck in unserer Energiesicherheitsstrategie hinterlassen“</em>. (vgl.&nbsp;<a href="https://uapcoalitienederland.nl/en/news/"><em>News &#8211; UAP Coalition Netherlands</em></a>).</p>



<p>Konkret können sofort mehrere Maßnahmen auf EU-Ebene ergriffen werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Einrichtung eines europaweit eingesetzten Verfahrens zur Datenerfassung und -analyse: </strong>Etablierung eines europäischen Zentrums oder Netzwerks, das sich der Sammlung von UAP-Berichten aus der zivilen und militärischen Luftfahrt in den Mitgliedstaaten sowie aus meteorologischen und Raumfahrtdiensten widmet und wissenschaftliche Analysen dieser Berichte durchführt. Ein solcher Informationsaustausch würde die Meldung solcher Erscheinungen fördern, ohne sie zu stigmatisieren, und eine präzisere Identifizierung von Phänomenen ermöglichen, unabhängig davon, ob sie menschlichen oder natürlichen Ursprungs sind.</li>



<li><strong>Integration von UAP in bestehende Vorschriften und Programme:</strong>&nbsp;Anpassung der europäischen Luftfahrtsicherheitsvorschriften, um Meldungen von UAP durch Pilot:innen und Flugsicherung ausdrücklich einzubeziehen. Ebenso sollte die Überwachung unidentifizierter Objekte im Luftraum in die Aufgaben des Europäischen Zentrums für Weltraumüberwachung (SSA/SST) integriert werden, um Satelliten und Kritische Infrastrukturen am Boden besser vor sich erratisch bewegenden oder unerlaubt eindringenden Objekten zu schützen.</li>



<li><strong>Finanzierung von Forschung und Innovation:</strong>&nbsp;Zuweisung von Ressourcen durch das Horizon-Europe-Programm oder den Europäischen Verteidigungsfonds für multidisziplinäre UAP-Studien. Dies umfasst die Unterstützung von Projekten, welche z.B. Fachexpertisen aus Astrophysik, Luftfahrttechnik, Meteorologie, Psychologie (für die Analyse von Zeugenaussagen) und Verteidigung einbeziehen. Ein besseres Verständnis dieser Phänomene wird sowohl zur Sicherheit beitragen (indem echte Bedrohungen von harmlosen Anomalien unterschieden werden können) als auch die wissenschaftliche Erkenntnis erweitern.</li>



<li><strong>Verstärkte internationale Zusammenarbeit:</strong>&nbsp;Das Thema UAP sollte Teil der Agenda transatlantischer Dialoge und internationaler Weltraumkooperationen werden. Insbesondere die Vereinigten Staaten haben erhebliche Erfahrungen und Daten zu diesem Thema gesammelt; die Europäische Union und ihre Mitglieder würden davon profitieren, mit ihnen auf Augenhöhe zu kooperieren, während sie ihre eigenen Beiträge aus europäischem Gebiet dazu leisten. Dies würde Europas strategische Autonomie verbessern und seine Führungsrolle in neuen geostrategischen Bereichen stärken. Ebenso würde der Informationsaustausch unter Verbündeten (NATO, UN) über ungeklärte Luftraumphänomene die gemeinsame Sicherheit angesichts grenzüberschreitender Risiken stärken.</li>
</ul>



<p>Diese Maßnahmen spiegeln die Empfehlungen wider, welche von zivilgesellschaftlichen Organisationen in Europa zum Thema UAP vorgebracht wurden. Fünfzehn Verbände aus etwa zehn EU-Ländern hatten Ende 2024 einen beispiellosen Aufruf gestartet, in dem die Europäische Union dringlich aufgefordert wird, das Thema UAP zu behandeln (vgl.&nbsp;<a href="https://www.uapcheck.org/wp/wp-content/uploads/2024/11/Historic-Call-to-Action-Civil-Society-Organizations-Urge-the-EU-to-Address-Unidentified-Anomalous-Phenomena.pdf"><em>UAP Check, 25. November 2024</em></a>). In diesem Appell wurden speziell die oben genannten Maßnahmen gefordert: die Einrichtung eines europäischen Verfahrens zur Datenerfassung und -analyse, die Integration von UAP in die Vorschriften, die Finanzierung von Forschung zum Thema und die verstärkte internationale Zusammenarbeit (vgl.&nbsp;<a href="https://uapcoalitienederland.nl/wp-content/uploads/2024/11/UAP-at-EU-level-A-Proposal-for-Action.pdf"><em>UAP at EU level &#8211; a proposal for action Oct 24 2024</em></a>). Die europäischen Institutionen sollten diese Botschaft aus der Zivilgesellschaft ernst nehmen und sich davon inspirieren lassen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="730" height="475" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/2024-03-20-a-18.04.56-EU-Brussels_corrected-1-730x475.jpg" alt="" class="wp-image-9796" srcset="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/2024-03-20-a-18.04.56-EU-Brussels_corrected-1-730x475.jpg 730w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/2024-03-20-a-18.04.56-EU-Brussels_corrected-1-376x245.jpg 376w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/2024-03-20-a-18.04.56-EU-Brussels_corrected-1-768x500.jpg 768w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/2024-03-20-a-18.04.56-EU-Brussels_corrected-1-520x338.jpg 520w, https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/2024-03-20-a-18.04.56-EU-Brussels_corrected-1.jpg 925w" sizes="auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zeit zu handeln und die europäische Zusammenarbeit zu stärken</strong></h2>



<p>Angesichts der aktuellen geopolitischen Umwälzungen wird die Strategische Autonomie der EU nur erreicht werden, wenn die Union in der Lage ist,&nbsp;<em>alle</em>&nbsp;Sicherheitsfragen zu antizipieren und zu adressieren, einschließlich derjenigen, die außerhalb konventioneller Rahmen fallen. Ungeklärte Phänomene im Luftraum sind keine Science-Fiction, sondern eine beobachtbare Tatsache, die es erforderlich macht, unseren Luftraum zu kontrollieren und zu schützen. Angesichts dieser Tatsache wäre Untätigkeit die schlechteste Antwort.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-plain has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em></em><em></em><em>„Zu einem Zeitpunkt, an dem die EU ihre Absicht ankündigt, ihre Ambitionen im Bereich Verteidigung und Raumfahrt auszubauen, ist der Moment ideal, um eine europäische Initiative zu UAP zu starten.“</em></p>
</blockquote>



<p>Die Europäische Union verfügt über alle Ressourcen, die notwendig sind, um eine weltweite Führungsrolle in einem verantwortungsvollen und wissenschaftlichen Ansatz bezüglich UAP einzunehmen: hochmoderne Luft- und Raumfahrtindustrie, renommierte Forschende, umfangreiche Erfahrungen in multinationaler Kooperation sowie Agenturen und Organisationen wie ESA, EASA und Eurocontrol, die hierfür mobilisiert werden könnten. Was nun benötigt wird, ist der klare politische Wille, diese Ressourcen zu koordinieren und die bestehende Lücke zu schließen.</p>



<p>Zu einem Zeitpunkt, an dem die EU ihre Absicht ankündigt, ihre Ambitionen im Bereich Verteidigung und Raumfahrt auszubauen, ist der Moment ideal, um eine Europäische Initiative zu UAP zu starten. Europa mit einer Strategie und den Mitteln auszustatten, um diese Phänomene zu untersuchen und zu bewältigen, wird zur Sicherheit seiner Bürger:innen, zur Unabhängigkeit unserer Fähigkeiten der Risikobewertung und zum wissenschaftlichen Fortschritt beitragen. Europas Souveränität, Sicherheit und wissenschaftliche Glaubwürdigkeit stehen auf dem Spiel. Daher keine weiteren Ausreden: Die Zeit zum Handeln ist jetzt!</p>



<p><strong><em>Dieser Artikel wird gleichzeitig in 11 verschiedenen Sprachen und in 14 Ländern veröffentlicht. Eine Initiative von <a href="https://www.uapcheck.com">UAP Check</a></em></strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Deutschland: <em>GEP e.V.</em></strong></li>



<li><strong>Dänemark: </strong><a href="https://ufomagasinet.dk/europaeisk-uap-dag-2025/">UFO-magasinet</a></li>



<li><strong>Frankreich:</strong> <a href="https://www.uapcheck.com/news/id/2982/march-20-european-uap-day-the-eu-european-strategic-autonomy-and-the-unidentified-aerospace-phenomena/">UAP Check</a></li>



<li><strong>Griechenland: </strong><a href="https://erenzw.blogspot.com/2025/03/20-uap.html?m=1">Έρευνα Εξωγήινης Νοήμονος Ζωής (Ερ.Ε.Ν.Ζω.)</a></li>



<li><strong>Italien:</strong> <a href="https://www.cisu.org/20-marzo-giornata-europea-degli-uap-lue-lautonomia-strategica-europea-e-i-fenomeni-aerospaziali-non-identificati/">Centro Italiano Studi Ufologici (CISU)</a></li>



<li><strong>Niederlande:</strong> <a href="https://uapcoalitienederland.nl/nieuws/">UAP Coalitie Nederland</a></li>



<li><strong>Norwegen:</strong> <a href="https://norskufosenter.no/artikler/eu-den-europeiske-strategi/">Norsk Ufosenter (NUFOS)</a></li>



<li><strong>Portugal:</strong> <a href="https://stellar.com.pt/2025/03/20/20-de-marco-de-2025-dia-europeu-dos-uap/">Projeto STELLAR</a></li>



<li><strong>Rumänien:</strong> <a href="https://asfanufo.ro/index.php/noutati-externe/289-ziua-europeana-a-uap-ozn" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Asociația pentru Studiul Fenomenelor Aerospațiale Neidentificate (ASFAN)</a></li>



<li><strong>Spanien:</strong> <a href="https://uapdigital.com/blog/autonomia-estrategica-europea-la-ue-y-los-fenomenos-aeroespaciales-no-identificados/">UAP DIGITAL</a></li>



<li><strong>Ukraine:</strong> <a href="http://ufology-news.com/novosti/yes-yevropejska-strategichna-avtonomiya-ta-nevidomi-aerokosmichni-yavishha.html" data-type="link" data-id="http://ufology-news.com/novosti/yes-yevropejska-strategichna-avtonomiya-ta-nevidomi-aerokosmichni-yavishha.html">Український науково-дослідний Центр вивчення аномалій (УНДЦА) «Зонд»</a></li>



<li><strong>Tschechische Republik:</strong> <a href="http://www.projektzare.cz/20-brezen-evropsky-den-neidentifikovanych-anomalnich-jevu-uap/aktualne/">Projekt Záře</a></li>



<li><strong>USA: </strong><a href="https://cufos.org/march-20-2025/">Center for UFO Studies (CUFOS)</a></li>



<li><strong>Zypern:</strong> <a href="https://www.uapcy.org/announcements#h.ikd726stz4mc">UAP Cyprus</a></li>
</ul>



<p><em>Oberste Abbildung von&nbsp;<a href="https://www.cisu.org/pasquale-russo/">Pasquale Russo</a>, CISU</em></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perspektiven für Anomalistik: Open-Access</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/perspektiven-fuer-anomalistik</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.A. Günter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2022 18:53:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Anton]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalistik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft für Anomalistik]]></category>
		<category><![CDATA[Jonas Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Open Access]]></category>
		<category><![CDATA[Paläo-SETI]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
		<category><![CDATA[reflexive UFO-Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Buchreihe Perspektiven der Anomalistik wird im Auftrag der Gesellschaft für Anomalistik e.V. (GfA) im LIT-Verlag herausgegeben. Unter den sechs bereits erschienenen Bänden möchten wir besonders Band 2 und 5 hervorheben. Die Titel &#8222;Diesseits der Denkverbote. Bausteine für eine reflexive UFO-Forschung&#8220; und &#8222;Götter-Astronauten. Erich von Däniken und die Paläo-SETI-Mythologie&#8220; (Rezension im JUFOF Nr. 231, 3/2017: 93 f) dürften insbesondere für&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Buchreihe <em>Perspektiven der Anomalistik </em>wird im Auftrag der<em> Gesellschaft für Anomalistik e.V.</em> (GfA) im LIT-Verlag herausgegeben. Unter den sechs bereits erschienenen Bänden möchten wir besonders Band 2 und 5 hervorheben. Die Titel &#8222;Diesseits der Denkverbote. Bausteine für eine reflexive UFO-Forschung&#8220; und &#8222;Götter-Astronauten. Erich von Däniken und die Paläo-SETI-Mythologie&#8220; (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.jufof.de/2018/02/jonas-richter-goetter-astronauten/" target="_blank">Rezension im JUFOF Nr. 231, 3/2017: 93 f</a>) dürften insbesondere für unsere Leserschaft interessant sein; die (Mit-)Verfasser Andreas Anton und Jonas Richter sind Mitglieder der GEP.</p>



<p>Die bis hierhin erschienene Buchreihe ist nun Open-Access und kann im PDF-Format bei der GfA kostenfrei heruntergeladen werden, während die gedruckten Ausgaben weiterhin beim Verlag kostenpflichtig zu erwerben sind (hybride Publikation). Sie finden die kostenlose Download-Möglichkeit bei Besuch der <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.anomalistik.de/weitere-publikationen/perspektiven-der-anomalistik" target="_blank">Website</a> auf der Unterseite des jeweiligen Bands.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GEP auf YouTube: Die Genese des Reichsflugscheiben-Mythos</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/gep-auf-youtube-die-genese-des-reichsflugscheiben-mythos</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Danny Ammon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2021 19:13:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Mythos]]></category>
		<category><![CDATA[Nazi-Ufologie]]></category>
		<category><![CDATA[Reichsflugscheiben]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie und wann entstand der Mythos um die Flugscheiben des Dritten Reichs, wie wurde er über die Jahrzehnte fortgesponnen und was ist an dem Thema dran? Das schildert unser GEP-Vorstandsmitglied André Kramer in einem neuen Impulsvortrag. Folgen Sie uns gern unter https://www.youtube.com/user/jufof/]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie und wann entstand der Mythos um die Flugscheiben des Dritten Reichs, wie wurde er über die Jahrzehnte fortgesponnen und was ist an dem Thema dran?</p>



<p>Das schildert unser GEP-Vorstandsmitglied André Kramer in einem neuen Impulsvortrag. Folgen Sie uns gern unter <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/user/jufof/" target="_blank">https://www.youtube.com/user/jufof/</a></p>



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<div hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=ywUQOmz3l7U" class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Die Genese des Reichsflugscheiben-Mythos (Teil 1)" width="500" height="281" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/ywUQOmz3l7U?feature=oembed&amp;wmode=opaque" consent-required="9481" consent-by="services" consent-id="9482" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/ywUQOmz3l7U?feature=oembed&amp;wmode=opaque&amp;autoplay=1"></iframe></div>
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			</item>
		<item>
		<title>GEP auf YouTube: Statement zum Pentagon-Bericht über UFOs</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/gep-auf-youtube-statement-zum-pentagon-bericht-ueber-ufos</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Danny Ammon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jun 2021 10:01:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Pentagon]]></category>
		<category><![CDATA[UAP]]></category>
		<category><![CDATA[UAPTF]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bericht aus dem Pentagon zur Untersuchung von UFOs wurde veröffentlicht. Was steht darin, was sind die Ergebnisse? Wie verhält sich das zur Arbeit in der GEP, die sich seit über 40 Jahren mit der Untersuchung solcher Fälle auseinandersetzt? Das haben wir in einem neuen YouTube-Video zusammengefasst. Folgen Sie uns gern unter https://www.youtube.com/user/jufof/]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der <a href="https://www.dni.gov/files/ODNI/documents/assessments/Prelimary-Assessment-UAP-20210625.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bericht aus dem Pentagon zur Untersuchung von UFOs</a> wurde veröffentlicht. </p>



<p>Was steht darin, was sind die Ergebnisse? Wie verhält sich das zur Arbeit in der GEP, die sich seit über 40 Jahren mit der Untersuchung solcher Fälle auseinandersetzt?</p>



<p>Das haben wir in einem neuen YouTube-Video zusammengefasst. Folgen Sie uns gern unter <a href="https://www.youtube.com/user/jufof/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/user/jufof/</a></p>



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<div hcb-fetch-image-from="https://youtube.com/watch?v=OnAFePZtjfY" class="video-container"><iframe loading="lazy" title="UFOs – Der UAP-Pentagon-Bericht: Statement der GEP" width="500" height="281" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/OnAFePZtjfY?feature=oembed&amp;wmode=opaque" consent-required="9481" consent-by="services" consent-id="9482" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/OnAFePZtjfY?feature=oembed&amp;wmode=opaque&amp;autoplay=1"></iframe></div>
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			</item>
		<item>
		<title>UFO-Video der US-Navy geklärt?</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/ufo-video-der-us-navy-geklaert</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Peiniger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2021 12:36:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[dreieckförmig]]></category>
		<category><![CDATA[UFO-Video]]></category>
		<category><![CDATA[US-Navy]]></category>
		<category><![CDATA[USS Russel]]></category>
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					<description><![CDATA[Momentan wird das UFO-Video eines Mitarbeiters des US-Marine-Zerstörers „USS Russel“ viral verbreitet. Selbst das Online-Portal des „stern“ hat sich dieses Themas angenommen. Das Video, das mit einem Nachtsichtgerät erstellt wurde, zeigt einen dreieckförmigen Flugkörper, der blinkend über den Himmel zieht. &#160; Wer das Video wann erstellt hat und ob es im Rahmen eines Auftrages oder eher „privat“ gemacht wurde, ist&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Momentan wird das UFO-Video eines Mitarbeiters des US-Marine-Zerstörers „USS Russel“ viral verbreitet. Selbst das <a href="https://www.stern.de/panorama/wissen/kosmos/mysterioese-aufnahmen--us-navy-bestaetigt-geleaktes-neues--ufo--video-30476060.html">Online-Portal des „stern“</a> hat sich dieses Themas angenommen.</p>



<p>Das Video, das mit einem Nachtsichtgerät erstellt wurde, zeigt einen dreieckförmigen Flugkörper, der blinkend über den Himmel zieht. &nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/navy1.jpg" alt="" class="wp-image-8157" width="256" height="256"/><figcaption>Ausschnitt aus dem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=-Pjqdaz_b24" data-type="URL" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=-Pjqdaz_b24" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video</a></figcaption></figure>



<p>Wer das Video wann erstellt hat und ob es im Rahmen eines Auftrages oder eher „privat“ gemacht wurde, ist nicht bekannt. Aber immerhin bestätigte die Pentagon-Sprecherin Susan Gough gegenüber dem US-UFO-Forscher <a href="https://www.theblackvault.com/documentarchive/pentagon-confirms-recent-uap-ufo-leaks-as-genuine/">John Greenwald</a>, dass das Video vom Personal der Navy aufgenommen wurde. Weitere Details teilte sie nicht mit, da man aus grundsätzlichen Sicherheitsgründen darüber keine weiteren Informationen veröffentlichen würde.</p>



<p>Gegenüber der <a href="https://www.extraordinarybeliefs.com/news4/navy-filmed-pyramid-ufos">Behauptung</a>, das Video zeige ein pyramidenförmiges Objekt, äußerte schon frühzeitig Andreas Müller von <a href="https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/fakten-check-us-journalisten-veroeffentlichen-weitere-angebliche-ufo-fotos-und-videos-der-navy20210409/">grenzwissenschaft-aktuell</a> den Verdacht, dass es sich bei der Dreiecksform um einen Effekt des Kameraobjektivs handeln könnte.</p>



<p>Im Rahmen unserer Beurteilungen von UFO-Videos erhalten wir sehr oft von Zeugen Aufnahmen, bei denen sie im Glauben, <em>„je näher man das UFO heranzoomt, desto mehr Details sieht man“</em>, die beobachteten Objekte stark heranzoomen. Damit erreichen sie leider meistens genau das Gegenteil. Zoom-Effekte der Kamera können dann das mit eigenen Augen beobachtete optische Erscheinungsbild stark verfälschen. Oftmals nehmen dann die Objekte Formen an, die der Öffnung des Schlitzverschlusses der Kamera entsprechen. Und dieser Effekt scheint auch im vorliegenden Fall für die dreieckige Form verantwortlich sein, denn auch die im Bild zu sehenden Sterne nehmen eine entsprechende Form an.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="283" height="188" src="https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/navy2.jpg" alt="" class="wp-image-8190"/><figcaption>Ausschnitt aus dem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=-Pjqdaz_b24" data-type="URL" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=-Pjqdaz_b24" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video</a></figcaption></figure>



<p>Der kritische US-UFO-Ermittler <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mick_West">Mick West</a> hat auf seiner Plattform <a href="https://www.metabunk.org/home/">metabunk.org</a> eine ausführliche <a href="https://www.metabunk.org/threads/pyramid-ufos-in-night-vision-footage-maybe-bokeh.11695/">Analyse des UFO-Videos</a> veröffentlicht. Auch er kommt zu dem Schluss, dass es sich nur um einen durch das Kameraobjektiv verursachten Effekt handelt. Somit handelt es sich tatsächlich bei dem dreieckförmigen Flugkörper um ein herkömmliches Flugzeug mit seinen aufblitzenden Antikollisionslichtern.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Exosoziologie. Szenarien für den Erstkontakt mit außerirdischer Intelligenz</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/exosoziologie-szenarien-fuer-den-erstkontakt-mit-ausserirdischer-intelligenz</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GEP e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2020 19:29:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[Bereits im Juli 2019 veröffentlichte die Bundeszentrale für politische Bildung einen Beitrag der geschätzten Kollegen Andreas Anton und Michael Schetsche vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP; gegr. 1950 von Prof. Dr. Hans Bender). Das Thema &#8222;Exosoziologie&#8220; ist da für die UFO-Forschung interessant, wo man die ETI-Hypothese als Erklärungsansatz für UFO-Phänomene im engeren Sinne verfolgt. Auch wenn die&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Bereits im Juli 2019 veröffentlichte die </strong><em><strong>Bundeszentrale für politische Bildung</strong></em><strong> einen Beitrag der geschätzten Kollegen Andreas Anton und Michael Schetsche vom </strong><em><strong>Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene</strong></em><strong> (IGPP; gegr. 1950 von Prof. Dr. Hans Bender). <br />Das Thema &#8222;Exosoziologie&#8220; ist da für die UFO-Forschung interessant, wo man die ETI-Hypothese als Erklärungsansatz für UFO-Phänomene im engeren Sinne verfolgt. Auch wenn die GEP dahingehend einen phänomenologischen Ansatz ohne Vorannahmen verfolgt, so betrachten wir durchaus das verwandte Thema SETI und seine vielfältigen Formen und letztlich auch der Konsequenzen eines hypothetischen Erfolges. Der Beitrag von Anton/Schetsche selbst hat keinerlei UFO-Bezug. <br />Da der Beitrag unter einer  Creative Commons Lizenz (</strong><a rel="noreferrer noopener" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/" target="_blank"><strong>CC BY-NC-ND 3.0 DE</strong></a><strong>) steht, teilen wir ihn hier sehr gern mit Ihnen. [GEP e.V.]</strong></p>



<p>Seit Ende des 19. Jahrhunderts kennen wir Außerirdische aus der Science-Fiction.[1]  In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist das Thema zunehmend auch für  die Wissenschaft relevant geworden. Das hängt in erster Linie mit den weitreichenden Entdeckungen der Astrophysik und der neu entstandenen  Astrobiologie zusammen: Heute wissen wir, dass unsere Galaxis nur so von  Planeten wimmelt, und viele dieser sogenannten Exoplaneten umkreisen  ihren Heimatstern in einer Entfernung, die sie aufgrund der Oberflächentemperatur nach unseren irdischen Maßstäben für die  Entwicklung von Leben geeignet erscheinen lässt. Außerdem ist heute  klar, dass irdisches Leben selbst die unwirtlichsten Zonen unseres Planeten besiedelt hat – einmal entstandenes Leben ist offensichtlich  extrem robust und anpassungsfähig. Beide Befunde haben, zusammen mit  verschiedenen theoretischen Überlegungen, viele Wissenschaftlerinnen und  Wissenschaftler davon überzeugt, dass einfaches, aber auch komplexes Leben an vielen Orten des Universums existieren könnte. Dies legt die Möglichkeit nahe, dass nicht nur auf der Erde intelligentes Leben entstanden ist, wir also nicht die einzige Zivilisation im Universum  sind. Daran schließt wiederum unmittelbar die Frage an, ob wir eines Tages vielleicht in Kontakt mit einer außerirdischen Intelligenz treten  werden. </p>



<p>An diesem Punkt des wissenschaftlichen Nachdenkens über Außerirdische endet die alleinige Zuständigkeit der Naturwissenschaften. Hier sind zusätzlich sozial- und kulturwissenschaftliche Disziplinen gefragt, namentlich diejenigen, die sich seit Langem mit der  Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies und dem Gelingen oder auch Misslingen von Kontakten zwischen verschiedenen Kulturen beschäftigen. </p>



<p>Bereits vor Jahrzehnten dachten Pioniere wie der sowjetische  Radioastronom Samuil Aronovich Kaplan und der US-amerikanische Soziologe Jan H. Mejer über die Rolle der Sozialwissenschaften bei der  Erforschung außerirdischer Zivilisationen nach.[2]  Doch erst aufgrund des naturwissenschaftlichen Erkenntnisfortschritts kann die Exosoziologie, wie sie den Gegenstand ihrer Überlegungen damals  nannten, wirklich gute Gründe dafür anführen, zeitliche und finanzielle  Ressourcen für die Untersuchung dieser Frage aufzuwenden: Heute scheint  es denkbar, manche meinen sogar wahrscheinlich, dass die Menschheit  über kurz oder lang in Kontakt mit außerirdischen Zivilisationen kommen  wird. Entsprechend ist es Aufgabe der sozialwissenschaftlichen  Prognostik, Szenarien für einen solchen &#8222;Fall der Fälle&#8220; zu entwickeln,  der in den nächsten Jahrzehnten nicht Realität werden muss, aber  durchaus könnte. </p>



<p>Das methodische Rüstzeug dafür liefert die wissenschaftliche  Zukunftsforschung, die Futurologie – ein sozialwissenschaftliches  Programm, das in der Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Seither  sind Methoden wie Computersimulation, Delphi-Befragung und  Szenarioanalyse entstanden, um Aussagen über die künftige Entwicklung  einer Gesellschaft oder auch der gesamten menschlichen Zivilisation  treffen zu können.[3]  Auf diese Forschungstradition bezieht sich die Exosoziologie, wenn sie  die Frage stellt, was sich für uns auf der Erde ändern würde, wenn wir  das sichere Wissen erlangten, dass die Menschheit nicht allein im  Universum ist. Da jener &#8222;Erstkontakt&#8220; nach allem, was wir heute  gesichert wissen, zumindest in geschichtlicher Zeit noch nicht  stattgefunden hat, ist dies zunächst eine hypothetische Frage. Im Rahmen  der Zukunftsforschung wird sie als sogenanntes <em>Wild-card-</em>Ereignis untersucht.[4]  Solche Ereignisse zeichnen sich dadurch aus, dass die  Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts letztlich gering ist, sie im Fall des  Falles aber massive Auswirkungen auf unser aller Leben haben dürften.  Methodisch analysiert werden derartige Ereignisse meist in Form einer  Szenarioanalyse, bei der verschiedene mögliche Zukünfte vergleichend  untersucht werden.[5]</p>



<p>Eine solche Szenarioanalyse nehmen wir im Folgenden für das <em>Wild-card-</em>Ereignis  des Erstkontakts der Menschheit mit einer außerirdischen Zivilisation  vor. Dabei unterscheiden wir drei Basisszenarien, die sich in der Art  und Weise unterscheiden<em>, </em>wie dieser Kontakt zustande kommt.[6]</p>



<h4 class="wp-block-heading">Signalszenario</h4>



<p>Das Signalszenario liegt bis heute den meisten SETI-Programmen zugrunde,[7]  mit denen Radioastronomen nach außerirdischen Zivilisationen suchen. Es  geht davon aus, dass Radioteleskope Signale aus dem Weltall auffangen,  die künstlichen Ursprungs sind. Aus den technischen Parametern der  Sendung lässt sich die ungefähre Distanz des Senders erschließen und  wahrscheinlich auch etwas über dessen technische Möglichkeiten in  Erfahrung bringen.[8]  Falls das Signal so moduliert ist, dass auf eine inhaltliche Botschaft  zu schließen ist, stellt sich die Frage, ob wir diese Nachricht  entschlüsseln können. Es könnte sein oder ist sogar wahrscheinlich, dass  wir den Inhalt der Sendung für lange Zeit nicht oder vielleicht sogar  niemals verstehen.[9]  Dann wissen wir nicht mehr, als dass es vor längerer oder kürzerer Zeit  – die Entfernung des Ursprungsortes des Signals von der Erde markiert  aufgrund der feststehenden Lichtgeschwindigkeit immer auch eine  entsprechende zeitliche Differenz – irgendwo in unserer Galaxis eine  weitere technologische Zivilisation gegeben hat. </p>



<p>Eine größere Entfernung des Senders von der Erde würde das 
Ereignis dabei weit aus dem menschlichen Relevanzsystem herausrücken. 
Ein Signal aus beispielsweise 5.000 (Licht-)Jahren Entfernung würde 
primär die wissenschaftlichen, philosophischen und religiösen Subsysteme
 der Erde tangieren, da es die vorherrschenden Annahmen über die 
Stellung der Menschheit im Kosmos erschüttern würde. Für das Leben der 
Menschen und ihr Alltagsbewusstsein wäre es jedoch eher irrelevant. 
Zunächst würde es sicherlich ein großes öffentliches Interesse und 
entsprechende Diskussionen in den Massenmedien hervorrufen. Nicht 
zuletzt wegen der Unmöglichkeit eines unmittelbaren Dialogs – jedes 
Signal bräuchte Jahrtausende, um sein Ziel zu erreichen – dürfte das 
allgemeine Interesse an dem Thema jedoch schnell wieder nachlassen. Es 
würden sicherlich verschiedene wissenschaftliche Programme aufgelegt, um
 ein Maximum an Informationen aus den empfangenen Signalen 
herauszuholen. In diesem Kontext wäre auch damit zu rechnen, dass die 
weitere Suche nach außerirdischen Lebensformen, über deren Existenz man 
nun Gewissheit hätte, zumindest mittelfristig einen erheblichen Auftrieb
 erfahren würde. Dies würde sich etwa in der öffentlichen Förderung 
entsprechender Forschungen niederschlagen.
</p>



<p>Etwas anders sähe es aus, wenn das Signal aus der unmittelbaren 
kosmischen Nachbarschaft der Erde käme. Eine sozialpsychologische 
Entfernungsschwelle dürfte hier in dem Bereich liegen, der dem 
lebenszeitlichen Horizont unserer eigenen Spezies entspricht, also 50 
oder maximal 100 (Licht-)Jahre. Innerhalb dieser Entfernung würden 
fremde Zivilisationen kognitiv wie emotional als &#8222;erreichbare Nachbarn&#8220; 
wahrgenommen. Die Folgen eines Signals nahen Ursprungs könnten 
einerseits in nationalen und internationalen Anstrengungen bestehen, 
einen Dialog oder gar Direktkontakt per Raumfahrt zu realisieren. 
Allerdings dürften auch die Befürchtungen hinsichtlich der Folgen des 
Kontakts in der irdischen Bevölkerung mit der Abnahme der Entfernung 
zunehmen. Ein Signal aus vergleichsweise geringer Entfernung würde der 
individuellen wie kollektiven, also politischen und ökonomischen, 
Zukunftsplanung ein schwerwiegendes Element der Unsicherheit hinzufügen.
</p>



<p>Generell lautet unsere Einschätzung für dieses Szenario: Je  weiter der Sender des empfangenen Signals entfernt ist und je länger die  Entschlüsselungsversuche des gesendeten Inhalts andauern, desto rascher  würde das öffentliche Interesse an diesem Ereignis erlahmen und desto  geringer wären die mittel- und langfristigen kulturellen Auswirkungen  auf der Erde. Davon ausgenommen wären lediglich jene wissenschaftlichen  Disziplinen, die unmittelbar mit der Entschlüsselung möglicher Inhalte  und der Suche nach weiteren Signalen beschäftigt sind. Technologische  und ökonomische Auswirkungen dürfte ein Erstkontakt dieser Art nur  haben, falls es tatsächlich entgegen aller Wahrscheinlichkeiten gelingen  sollte, die Inhalte des Signals linguistisch zu entschlüsseln.  Wahrscheinlich ist, dass das Ereignis Entwicklungen im philosophischen  und religiös-spirituellen Bereich anstoßen würde. Den größten Einfluss  außerhalb der Wissenschaften dürfte das Ereignis jedoch im Bereich der  künstlerischen und (medien)kulturellen Repräsentation haben: Es ist  davon auszugehen, dass zahlreiche neue Romane, Filme und Fernsehserien  entstehen würden, deren Handlung ihren Ausgangspunkt im Empfang  außerirdischer Signale nehmen. Der reale Alltag der Menschen dürfte sich  hingegen kaum verändern.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Artefaktszenario</h4>



<p>Das Artefaktszenario geht davon  aus, dass wir eines Tages in unserem Sonnensystem oder sogar auf der  Erde selbst auf die materiellen Hinterlassenschaften einer  außerirdischen Zivilisation stoßen – etwa auf eine Raumsonde.[10]  Während die außerirdische Herkunft eines Artefakts sich bereits aus dem  Fundort ableiten ließe, könnte sich die Frage nach der Natürlichkeit  oder Künstlichkeit eines entsprechenden Objekts umso nachdrücklicher  stellen, je weiter die technischen Fähigkeiten der Ursprungskultur über  jene der irdischen hinausreichen. Vorstellbar sind Objekte einer solchen  Fremdartigkeit, dass bei ihnen nicht nur jede heute bekannte Methode  der technischen Untersuchung versagt, sondern bereits die Einordnung  &#8222;künstlich&#8220; oder &#8222;natürlich&#8220; lange Zeit zweifelhaft bleiben könnte. Wir  erleben dies aktuell bei &#8222;Oumuamua&#8220;, einem im Oktober 2017 entdeckten  interstellaren Himmelsobjekt, dem ersten dieser Art, das derzeit unser  Sonnensystem durchquert. Oumuamua erfuhr bei seiner Annäherung an die  Sonne eine bislang nicht abschließend erklärte Beschleunigung und weist  darüber hinaus höchst eigentümliche Formeigenschaften auf, weshalb eine  heftige wissenschaftliche Debatte darüber entbrannt ist, ob dieses  Objekt möglicherweise künstlichen Ursprungs sein könnte.[11]</p>



<p>Eine sichere Einordnung ist insbesondere dann schwierig, wenn 
das gefundene Objekt keine für uns Menschen erkennbaren Symbole 
aufweist. Und auch wenn sich fremdartige &#8222;Inschriften&#8220; finden, ist 
Skepsis hinsichtlich ihrer Entschlüsselung angebracht: Bereits bei 
menschlichen Kulturen stellt die Interpretation einer unbekannten 
Schrift die Wissenschaft vor eine beinahe unlösbare Aufgabe, solange es 
keine Referenzquellen gibt. Selbst die reiche symbolische Ausstattung 
eines gefundenen Artefakts würde keine Informationen über die 
Denkstrukturen oder Motive der außerirdischen &#8222;Verfasser&#8220; liefern. 
Deshalb werden sich die irdischen Konsequenzen primär aus der Tatsache 
des Fundes selbst ergeben.
</p>



<p>Wie stark die kulturellen Auswirkungen einer solchen Entdeckung 
wären, hängt primär von zwei Faktoren ab: Zum einen würde eine mögliche 
Altersbestimmung ein gefundenes Objekt in den menschlichen Zeithorizont 
hinein- oder im Gegenteil aus ihm hinausrücken. Ein geschätztes Alter 
von 100 Jahren hätte hier eine völlig andere Bedeutung als eines von 
zehn Millionen Jahren. Im ersteren Fall wären wir mit unmittelbaren 
&#8222;zeitlichen Nachbarn&#8220; konfrontiert, die möglicherweise von der Existenz 
einer Zivilisation auf der Erde wüssten. Im letzteren hingegen würden 
sich alle derartigen Überlegungen von selbst erübrigen. Zum anderen 
würde das fremde Objekt zu Spekulationen über die Art seiner 
Funktion(en) und sicherlich auch über seine aktuelle Funktionsfähigkeit 
führen. Dies zöge eine Reihe von schwerwiegenden praktischen Fragen im 
Anschluss an den Fund nach sich: Soll das Objekt möglichst unberührt 
bleiben oder sollte es systematisch wissenschaftlich untersucht werden? 
Kann und soll es an einen anderen Ort transportiert, gegebenenfalls 
sogar aus dem Weltraum auf die Erde gebracht werden? Soll es in 
irgendeiner Weise manipuliert oder gar zerlegt werden, falls dies mit 
unseren irdischen Mitteln möglich ist? All dies sind Fragen, für die es 
keinerlei internationale Regelungen gibt.
</p>



<p>Wenn wir etwa vom Fund eines oder mehrerer außerirdischer  Artefakte auf einem nicht allzu erdfernen Asteroiden ausgehen, wären die  Folgen der Entdeckung – wenn sie denn öffentlich würde – auf das  Weltbild der Bevölkerung zumindest in westlichen Gesellschaften  erheblich. Eine gegenüber dem Signalszenario stärkere kulturelle Brisanz  ergäbe sich hierbei daraus, dass die &#8222;Es gibt uns&#8220;-Botschaft durch eine  &#8222;Wir waren hier&#8220;-Botschaft wissenschaftlich und psychosozial dominiert  würde.[12]  Mit einem solchen Fund wäre außerdem bewiesen, dass interstellare  Entfernungen auch raumfahrttechnisch überbrückt werden können. </p>



<p>Der Fund eines extraterrestrischen Artefakts in unserem 
Sonnensystem würde nicht nur in der wissenschaftlichen Welt, sondern 
auch in der allgemeinen Öffentlichkeit auf großes Interesse stoßen. Eine
 unmittelbare praktische Konsequenz dürfte sein, dass Raumfahrtnationen 
und Raumfahrtkonzerne große Anstrengungen unternehmen würden, weitere 
außerirdische Artefakte im Sonnensystem zu entdecken. Die dabei 
eingesetzten Ressourcen würden die Erforschung des Sonnensystems 
generell revolutionieren: Wir gehen davon aus, dass von einem Fund 
dieser Art im Sonnensystem, unabhängig von allen konkreten Details, 
starke Impulse für die unbemannte, vielleicht sogar für die bemannte 
Raumfahrt ausgehen würden, sodass eine solche Entdeckung den Beginn 
einer intensiven Phase der wissenschaftlich-technischen Erforschung 
unseres Sonnensystems markieren könnte.
</p>



<p>Die mittel- und langfristigen Folgen eines solchen Fundes in den  diversen gesellschaftlichen Subsystemen hängen von verschiedenen  Faktoren ab: Das öffentliche Interesse und die massenpsychologischen  Konsequenzen werden in erster Linie vom Alter des Objekts und von seiner  möglichen Funktionalität beeinflusst – je jünger und je  funktionsfähiger das Objekt ist, desto mehr Interesse, aber auch  kollektive Besorgnis dürfte der Fund auslösen. So stellte sich etwa die  Frage: Werden die Fremden eines Tages in unser Sonnensystem  zurückkehren? Auf ökonomischer Ebene hingegen wäre entscheidend, ob hier  technologisch verwertbare Informationen gewonnen werden können. Wäre  dies nicht der Fall, dürften ausschließlich raumfahrtbezogene  Unternehmen von der öffentlichen Aufmerksamkeit und dem politischen  Interesse an weiteren Artefakten profitieren. Politisch wiederum ist die  Entdeckung umso brisanter, je unklarer die faktischen  Besitzverhältnisse sind und je größer der potenzielle technologische  Gewinn ist, der einer Auswertung des Artefakts beigemessen wird. Ferner  dürfte die Tatsache eines früheren Besuchs außerirdischer Intelligenzen  in unserem Sonnensystem die weltpolitische Agenda mittel- und  langfristig stark beeinflussen. Denn die Möglichkeit der Rückkehr eines  technologisch weit fortgeschrittenen außerirdischen Akteurs mit  unbekannten Motiven ins Sonnensystem würde die bisherige Machtverteilung  auf der Erde hinter neue Vorzeichen stellen. Im schlimmsten Fall könnte  der neue Akteur aufgrund seiner überlegenen Technologie ein  Machtmonopol beanspruchen, dem die irdischen Nationalstaaten nichts  entgegenzusetzen hätten. Konstituierende Elemente des politischen  Weltsystems der Erde wie die nationalstaatliche Souveränität stünden  dann zur Disposition.[13]</p>



<h4 class="wp-block-heading">Begegnungsszenario</h4>



<p>Im Begegnungsszenario erscheint  im erdnahen Weltraum ein außerirdischer Raumflugkörper, von dem aufgrund  seiner Flugmanöver oder anderer Aktionen anzunehmen ist, dass er von  einer biologischen oder künstlichen Intelligenz gesteuert wird. Was  dabei unter &#8222;erdnahem Weltraum&#8220; zu verstehen ist, dürfte einem  deutlichen technischen und kulturellen Wandel unterworfen sein. Wir  interpretieren dies als jenen Teil des Weltraums, der durch menschliche  Raumsonden oder gar Raumschiffe erreicht werden kann oder zumindest in  naher Zukunft erreicht werden könnte; zu Beginn des 21. Jahrhunderts  dürften dies weite Teile unseres Sonnensystems sein. Wie weit das fremde  Objekt sich der Erde nähert, hätte erhebliche Auswirkungen auf dessen  Wahrnehmung und den Grad der psychosozialen wie kulturellen  Implikationen auf der Erde: Je näher es der Erde käme, als desto  bedrohlicher würde es wahrscheinlich wahrgenommen. Die Frage hingegen,  ob es sich um einen Kontakt mit einer biologischen Lebensform oder den  Abgesandten einer Maschinenzivilisation handelt, wäre nicht zuletzt  deshalb weniger relevant, weil sie für längere Zeit ungeklärt bleiben  dürfte.[14]</p>



<p>Das Begegnungsszenario unterscheidet sich analytisch in einem  zentralen Punkt von allen anderen Situationen des Erstkontakts: Hier  haben wir es mit einer interaktiven und darüber hinaus höchst komplexen  Situation zu tun, in der es neben den Menschen einen weiteren handelnden  Akteur gibt – eine außerirdische Intelligenz, über die wir zunächst  nichts wissen und deren Motive und Interessenlagen wir auch aus ihren  äußerlich beobachtbaren Handlungen nicht ohne Weiteres zu erschließen  vermögen.[15]  Aus diesem Grund sind auch keine Vorhersagen über das Handeln der  Fremden möglich, auch nicht über die Reaktionen auf menschliche  Aktivitäten angesichts der für uns neuen Situation. Wir können einfach  nicht wissen, was bei einem solchen Zusammentreffen konkret geschehen  würde. Dies bedeutet analytisch: Einer der beteiligten Akteure bleibt  prognostisch notwendig eine unbekannte Größe. </p>



<p>Den zentralen Faktor für die Prognose der irdischen Folgen eines  solchen Ereignisses stellen deshalb gerade nicht die Aktionen und  Reaktionen der Fremden selbst dar, sondern deren Deutung durch uns  Menschen.[16]  Dabei müssen wir im Auge behalten, dass wir entsprechende  Kontaktszenarien bereits aus der Science-Fiction mehr oder weniger gut  kennen. Der Erstkontakt als fiktionales Ereignis wurde kulturell schon  vielfach durchgespielt und hat seine Spuren im kollektiven Denken  hinterlassen – und zwar im positiven wie im negativen Sinne. Positiv  daran ist, dass die Menschen durch einen solchen Erstkontakt eben gerade  nicht mit einer ganz und gar &#8222;unvorstellbaren&#8220; Situation konfrontiert  sind. Als fatal könnte sich hingegen die Tendenz erweisen, aufgrund des  Mangels an realitätsbezogenem Wissen die Deutungsmuster aus dem  fiktionalen Kontext auf die wirklichen Geschehnisse zu übertragen – etwa  in der Form, dass politische und militärische Entscheidungsträger das  Erscheinen einer außerirdischen Raumsonde vorschnell als  &#8222;Invasionsabsicht&#8220; deuten und militärische Abwehrmaßnahmen einleiten. </p>



<p>Soziologisch kann das Begegnungsszenario als radikale Form eines  asymmetrischen Kulturkontakts beschrieben werden. Solche Kontakte  kennen wir in verschiedenen Varianten aus der Menschheitsgeschichte:  Situationen, in denen eine Kultur auf ihrem eigenen Territorium &#8222;Besuch&#8220;  von Angehörigen einer völlig fremden menschlichen Zivilisation erhielt.  Asymmetrische Kulturkontakte zeichnen sich dadurch aus, dass beim  Zusammentreffen beide Seiten von einem erheblichen Machtgefälle zwischen  den Beteiligten ausgehen. Diese Annahme resultierte in der  Vergangenheit meist allein schon daraus, dass die eine Seite auf ihrem  eigenen Territorium mit den Fremden konfrontiert wurde – situativ waren  mithin die einen die aktiven &#8222;Entdecker&#8220;, die anderen die passiven  &#8222;Entdeckten&#8220;. Für die &#8222;Entdecker&#8220; bewies die Entdeckung fern ihrer  eigenen Heimat ihre eigene Überlegenheit, für die &#8222;Entdeckten&#8220;  entsprechend die Tatsache, im eigenen Lebensraum mit Fremden  konfrontiert zu werden, ihre Unterlegenheit. Unterschiede beim Stand der  Reisetechnologie wurden historisch vielfach von allen Beteiligten als  Zeichen allgemeiner Unter- beziehungsweise Überlegenheit interpretiert.  Wie systematische Untersuchungen zeigen, bedrohen Begegnungen dieser Art  die kulturelle Identität, oftmals auch die physische Existenz der so  entdeckten Zivilisationen in erheblicher Weise.[17]  Wenn wir die Erfahrungen mit irdischen Kulturkontakten auf ein  Begegnungsszenario übertragen, ist die Rollenzuweisung eindeutig: Wir  Menschen wären die &#8222;Entdeckten&#8220;, die Außerirdischen hingegen die  &#8222;Entdecker&#8220;. In jedem Fall hätten wir es, da die Menschheit heute weit  davon entfernt zu sein scheint, fremde Sonnensysteme zu erforschen, mit  einer für beide Seiten offensichtlichen Diskrepanz zwischen den  technischen Möglichkeiten der beteiligten Zivilisationen zu tun –  zuungunsten der Menschheit.[18]</p>



<p>Verglichen mit den beiden anderen Szenarien, zeichnet sich  dieser Fall durch drei Besonderheiten aus: Erstens dürften  schwerwiegende kulturelle Folgen sehr schnell eintreten, zweitens  beträfen sie in ähnlich massiver Weise gleich eine Reihe  gesellschaftlicher Subsysteme und drittens bleibt der zentrale Akteur  mit seinen Interaktionen prognostisch weitgehend eine Leerstelle. Das  Auftauchen eines von einer außerirdischen Intelligenz gesteuerten  Flugkörpers in der Nähe der Erde dürfte unmittelbar, nachdem diese  Entdeckung öffentlich wird, zu schwerwiegenden massenpsychologischen,  ökonomischen, religiösen und politischen Auswirkungen führen, von denen  zwar nicht alle, aber doch viele eher negativer Natur sein dürften.[19]</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sollten wir uns auf den Kontakt vorbereiten?</h4>



<p>Die  US-amerikanischen Astronomen Thomas Kuiper und Mark Morris hatten  bereits 1977 in ihrem Beitrag zur SETI-Forschung auf die schwerwiegenden  Folgen eines Kontakts mit Außerirdischen hingewiesen.[20]  Es ist nicht übertrieben, einen solchen Erstkontakt als eines der  einschneidendsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte zu bezeichnen,  zumal in wissenschaftlicher und philosophischer Hinsicht – einmal mehr  seit dem Zeitalter der Aufklärung würde die Menschheit in ihrer  Selbstwahrnehmung aus dem Mittelpunkt des (gedachten) Universums  hinausrücken. Was den Einfluss auf das alltägliche Leben der Menschen  angeht, muss diese These nach unserem Dafürhalten jedoch relativiert  werden. Wir denken, dass sie in dieser starken Form ausschließlich für  eine direkte Begegnung gilt. Denn nur in diesem Fall findet das sichere  Wissen um die Existenz außerirdischer Intelligenz unmittelbar Eingang in  unser alltägliches Denken und Handeln – und tangiert Politik, Ökonomie,  Religion und so weiter gleichermaßen: Die politischen Machtverhältnisse  auf der Erde würden sich angesichts eines neuen, externen,  technologisch überlegenen und potenziell gefährlichen Akteurs  verschieben, Unternehmen sähen sich möglicherweise mit der Wertlosigkeit  ihrer jüngsten Technologien konfrontiert, und religiöse Vorstellungen  einer herausgehobenen Bedeutung der Menschheit in einer göttlichen  Schöpfungsordnung stünden radikal infrage. </p>



<p>Dennoch geben die Ergebnisse der Szenarioanalyse auch in den 
anderen untersuchten Fällen Anlass zur Sorge: Es sind Situationen 
vorstellbar, in denen vom Kontakt zu einer außerirdischen Intelligenz 
erhebliche Risiken für die Menschheit als Ganzes ausgehen. Bestenfalls 
handelt es sich bei jenem Kontakt um ein ökonomisches und ideologisches 
Störereignis, schlimmstenfalls kann es uns in einen großen Krieg oder, 
im Falle des Begegnungsszenarios, unter ungünstigen Umständen sogar zur 
Auslöschung der Menschheit durch eine technisch überlegene Intelligenz 
führen. Deshalb ist die Frage nur allzu berechtigt, ob und 
gegebenenfalls wie negativen Folgen vorgebeugt werden kann. Können 
bereits heute Maßnahmen getroffen werden, um die potenziell ungünstigen 
Auswirkungen eines Erstkontakts zu verringern und mögliche günstige 
Folgen wahrscheinlicher zu machen? Dies abzuschätzen und konkrete 
Maßnahmen vorzuschlagen, ist sicherlich eine der wichtigsten zukünftigen
 Aufgaben der Exosoziologie.
</p>



<p>In der Katastrophenforschung wird die Bedeutung eines  Ereignisses anhand von zwei Faktoren beurteilt: seiner  Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Ausmaß seiner negativen  Konsequenzen. Wenn der Kontakt mit einer außerirdischen Intelligenz im  schlimmsten Falle verheerende kulturelle Auswirkungen und eine  militärische Eskalation im Konflikt mit den Außerirdischen zur Folge  haben könnte, bei der eine Auslöschung der Menschheit droht, kann die  Wahrscheinlichkeit für das Erstkontakt-Ereignis fast beliebig klein  werden, ohne dass das Gesamtrisiko vernachlässigbar wird. Nicht für  solche Fälle zu planen, wäre unverantwortlich.[21]  Die heute von Teilen der Wissenschaft, von der Öffentlichkeit und von  nationalen wie internationalen politischen Institutionen an den Tag  gelegte Ignoranz hinsichtlich dieser Frage funktioniert als  Handlungsoption überhaupt nur, weil es keine offensichtlichen Indizien  für die Existenz außerirdischer Intelligenzen gibt. Diese Strategie wird  jedoch in dem Moment schlagartig prekär, wenn sich Indizien für  intelligentes Leben außerhalb der Erde häufen oder gar das  Erstkontakt-Ereignis unübersehbar eintritt. Auf Basis unserer  Szenarioanalyse raten wir deshalb nachdrücklich zu einer systematischen  Vorbereitung auf den Erstkontakt, die von fünf Leitsätzen ausgehen  sollte: </p>



<p><em><strong>Erstens</strong></em> ist die Suche nach außerirdischen Intelligenzen kulturell betrachtet <em>High-risk-</em>Forschung, deren Nutzen und Risiken offen diskutiert werden müssen. </p>



<p>Da es sich um ein gesamtgesellschaftliches globales Risiko handelt, darf diese Debatte <em><strong>zweitens</strong></em>  nicht der Wissenschaftsgemeinde überlassen bleiben – namentlich nicht  Disziplinen, die wie etwa die Radioastronomie mit dem Thema partikulare  Interessen verbinden. </p>



<p><em><strong>Drittens</strong></em> müssen Öffentlichkeit und politische  Entscheidungsträger über diese Forschungen und ihre möglichen  Konsequenzen zumindest so weit informiert werden, dass rationale  Entscheidungen über rechtliche Reglementierungen und Grenzziehungen  möglich sind. </p>



<p>Da bei allen denkbaren Erstkontaktszenarien von globalen Auswirkungen auszugehen ist, fällt das Problem <em><strong>viertens</strong></em>  primär in die Zuständigkeit internationaler Institutionen. Rechtliche  Regelungen und politische Maßnahmen sollten vorzugsweise auf UN-Ebene  implementiert werden. </p>



<p>Zur Minimierung negativer Auswirkungen sollte der Erstkontakt in all seinen wahrscheinlichen Varianten <em><strong>fünftens</strong></em>  Gegenstand der Sicherheitsforschung werden und in Plänen des Zivil- und  Katastrophenschutzes als außergewöhnliches Störereignis  Berücksichtigung finden. </p>



<p>Kein Mensch weiß heute mit Sicherheit zu sagen, ob auch 
außerhalb der Erde Leben entstanden ist – und erst recht nicht, ob sich 
in den Weiten des Weltalls andere intelligente Wesen entwickelt haben. 
Es gibt wissenschaftlich jedoch keinen Grund, diese Möglichkeit 
auszuschließen. Und angesichts der schier unfassbaren Größe des 
Universums scheint es sehr wahrscheinlich, dass neben der irdischen 
Zivilisation eine Vielzahl außerirdischer Zivilisationen existiert. Je 
mehr wir über das Universum wissen und je weiter wir durch eigene 
Forschungsaktivitäten in den Kosmos vordringen, desto wahrscheinlicher 
wird es auch, dass wir mit jenen Zivilisationen, ihren Signalen oder 
Hinterlassenschaften konfrontiert werden. Uns als Weltgesellschaft 
darauf vorzubereiten, scheint dringend geboten.<br /></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/"><img decoding="async" src="https://m.bpb.de/sites/all/themes/bpb/images/lizenzen/svg/by-nc-nd/3.0/de//license.svg" alt="Creative Commons License"/></a></figure></div>



<p> [scode_note note_color=&#8220;#ffffff&#8220; radius=&#8220;8&#8243;]Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">&#8222;CC BY-NC-ND 3.0 DE &#8211; Namensnennung &#8211; Nicht-kommerziell &#8211; Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland&#8220;</a> veröffentlicht.  </p>



<p>Autoren/-innen: Andreas Anton, Michael Schetsche für <a href="https://m.bpb.de/apuz/293692/exosoziologie-szenarien-fuer-den-erstkontakt-mit-ausserirdischer-intelligenz?rl=0.7439747178408163" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de (öffnet in neuem Tab)">Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de</a> Sie dürfen den Text unter Nennung der Lizenz CC BY-NC-ND 3.0 DE und der Autoren/-innen teilen. Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.[/scode_note]</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fußnoten</h4>



<ol class="wp-block-list"><li>Vgl.  Martin Engelbrecht, Von Aliens erzählen, in: ders./Michael Schetsche  (Hrsg.), Von Menschen und Außerirdischen. Transterrestrische Begegnungen  im Spiegel der Kulturwissenschaft, Bielefeld 2008, S. 13–29; Matthias  Hurst, <a href="https://m.bpb.de/17353/dialektik">Dialektik</a> des Aliens. Darstellungen und Interpretationen von Außerirdischen in Film und Fernsehen, in: ebd., S. 31–53.</li><li>Vgl.  Samuil Aronovich Kaplan, Exosociology – the Search for Signals from  Extraterrestrial Civilisations, in: ders. (Hrsg), Extraterrestrial  Civilizations. Problems of Interstellar Communications, Jerusalem 1971,  S. 1–12; Jan H. Mejer, Towards an Exo-Sociology: Constructs of the  Alien, in: Free Inquiry in Creative Sociology 2/1983, S. 171–174.</li><li>Vgl. Hans Georg Graf, Was ist eigentlich Zukunftsforschung?, in: Sozialwissenschaften und Berufspraxis 4/2003, S. 355–364.</li><li>Vgl. Angela Steinmüller/Karlheinz Steinmüller, Wild Cards. Wenn das Unwahrscheinliche eintritt, Hamburg 2004².</li><li>Vgl.  Michael Schetsche/Andreas Anton, Die Gesellschaft der Außerirdischen.  Einführung in die Exosoziologie, Wiesbaden 2019, S. 118–123.</li><li>Vgl. ebd., S. 137–187.</li><li>SETI steht für Search for Extraterrestrial Intelligence beziehungsweise Suche nach extraterrestrischer Intelligenz.</li><li>Vgl. Albert A. Harrison, After Contact. The Human Response to Extraterrestial Life, New York 1997.</li><li>Vgl. Seth Shostak, Nachbarn im All. Auf der Suche nach Leben im Kosmos, München 1999, S. 232f.</li><li>Vgl.  Michael A. Michaud, Contact with Alien Civilizations. Our Hopes and  Fears about Encountering Extraterrestrials, New York 2007, S. 135–140.</li><li>Vgl. Shmuel Bialy/Abraham Loeb, Could Solar Radiation Pressure Explain ’Oumuamua’s Peculiar Acceleration?, 26.10.2018, <a rel="noreferrer noopener" href="https://arxiv.org/abs/1810.11490" target="_blank">https://arxiv.org/abs/1810.11490«</a>.</li><li>Vgl. Michaud (Anm. 10), S. 211.</li><li>Vgl. Alexander Wendt/Raymond Duvall, Sovereignty and the UFO, in: Political Theory 4/2008, S. 607–633.</li><li>Vgl.  Stephen Baxter/John Elliott, A SETI Metapolicy. New Directions towards  Comprehensive Policies Concerning the Detection of Extraterrestrial  Intelligence, in: Acta Astronautica 78/2012, S. 31–36.</li><li>Vgl.  Michael Schetsche et al., Der maximal Fremde. Überlegungen zu einer  transhumanen Handlungstheorie, in: Berliner Journal für Soziologie  3/2009, S. 469–491.</li><li>Vgl.  Albert A. Harrison/Joel T. Johnson, Leben mit Außerirdischen, in:  Tobias Daniel Wabbel (Hrsg.), S.E.T.I. Die Suche nach dem  Außerirdischen, München 2002, S. 95–116.</li><li>Vgl.  Urs Bitterli, Alte Welt – neue Welt. Formen des  europäisch-überseeischen Kulturkontaktes vom 15. bis zum 18.  Jahrhundert, München 1986; Arnold Groh, Globalisierung und kulturelle  Information, in: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.), Die Zukunft des Wissens.  Workshop-Beiträge, XVIII. Deutscher Kongreß für Philosophie, Konstanz  1999, S. 1076–1084<em>.</em></li><li>Vgl. Michaud (Anm. 10), S. 232–247.</li><li>Schetsche/Anton (Anm. 5), S. 158–178.</li><li>Vgl. Thomas Kuiper/Mark Morris, Searching for Extraterrestrial Civilizations, in: Science 196/1977, S. 616–621.</li><li>In der Zukunftsforschung werden solche Ereignisse <em>Low-probability, High-impact-events </em>genannt<em>. </em>Vgl. Kenzo Hiroki, Strategies for Managing Low-probability, High-impact Events, 1.9.2012, <a rel="noreferrer noopener" href="https://openknowledge.worldbank.org/handle/10986/16163" target="_blank">https://openknowledge.worldbank.org/handle/10986/16163«</a>.</li></ol>
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			</item>
		<item>
		<title>SETI@Home-Projekt nach fast 21 Jahren eingestellt</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/setihome-projekt-nach-fast-21-jahren-eingestellt</link>
					<comments>https://www.ufo-forschung.de/forschung/setihome-projekt-nach-fast-21-jahren-eingestellt#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Peiniger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2020 19:37:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[SETI]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mitglieder.ufo-forschung.de/?p=2870</guid>

					<description><![CDATA[Fast 21 Jahr, über 5,4 Millionen Nutzer und 1,85 Milliarden Datenpakete. SETI@Home, die Suche nach außerirdischer Intelligenz am heimischen Computer, wird eingestellt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>SETI steht für <strong>S</strong>earch for <strong>E</strong>xtra-<strong>T</strong>errestrial <strong>I</strong>ntelligence (Suche nach außerirdischer Intelligenz). Seit 1999 konnten sich private  PC-Nutzer an einem Projekt der Universität Berkeley beteiligen, in dem  sie eigene PC-Kapazitäten über eine spezielle Software zur Verfügung stellten. Seit 2004 wurde das über die Software-Plattform BOINC abgewickelt. Über 5,4 Millionen Nutzer haben seitdem 1,85 Milliarden Datenpakete bearbeitet. Zuletzt gab es rund 90000 Nutzer.</p>



<p>Mit dem  Radioteleskop des Arecibo-Observatoriums auf der Karibikinsel Puerto Rico wurde über einen zusätzlichen Empfänger gezielt nach Radiosignalen möglicher außerirdischer Zivilisationen gesucht. Die dabei gewonnenen riesigen Datenmengen konnten nicht mit herkömmlichen Rechnern  ausgewertet werden. Deshalb hatte man nach einer Möglichkeit gesucht, diese Datenmengen von heimischen Computern interessierter Nutzer auswerten zu lassen. Es entstand das Projekt SETI@Home, an dem sich jedermann beteiligen konnte. Man erhielt über die Software ein  Datenpaket, das am heimischen Computer ausgewertet wurde. Das Ergebnis wurde daraufhin an das Projekt zurückgespielt und man erhielt ein neues Datenpaket zur Auswertung. Für das, was SETI@Home in 24 Stunden ausgewertet hat, hätte ein PC 1000 Jahre benötigt.                </p>



<p>Auch die GEP beteiligte sich mit zeitlichen Unterbrechungen an dem Projekt und erhielt über die Software-Plattform BOINC kleine Datenpakete, die zunächst als Bildschirmschoner am Vereinsrechner ausgewertet wurden. Weder in unseren Datenpaketen noch in denen anderer wurden Signale einer außerirdischen Intelligenz festgestellt.      </p>



<p>Am 02.03.2020  wurde nun das Ende des Projekts zum 31. März verkündet. Alle notwendigen  Analysen seien zum Abschluss gebracht worden, so dass man eigentlich das Projekt schon früher hätte beenden können. Zudem sei inzwischen der Verwaltungsaufwand einfach zu groß geworden. Man gehe jetzt in einen „Winterschlaf“ und es sei nicht auszuschließen, dass es in Zukunft ein neues Mitmach-SETI-Projekt geben werde.        </p>



<p>Die Ressourcen des Projekt will man bei Bedarf weiterhin in den Dienst der Wissenschaft stellen und interessierte Nutzer können sich über die Software-Plattform BOINC an anderen wissenschaftlichen Projekten beteiligen: <a rel="noreferrer noopener" href="https://boinc.berkeley.edu/" target="_blank">https://boinc.berkeley.edu/</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Neuauflage: Roswell-Dokumentation kostenlos erhältlich</title>
		<link>https://www.ufo-forschung.de/forschung/neuauflage-roswell-dokumentation-kostenlos-erhaeltlich</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.A. Günter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Nov 2019 13:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der UFO-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz notiert...]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
		<category><![CDATA[kostenlos]]></category>
		<category><![CDATA[Roswell]]></category>
		<category><![CDATA[UFO-Absturz]]></category>
		<category><![CDATA[Ufo-information.de]]></category>
		<category><![CDATA[Uli Thieme]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ufo-forschung.de/?p=7796</guid>

					<description><![CDATA[Hier zum Download: Der Autor Uli Thieme hat endlich eine erweiterte Ausgabe seiner Roswell-Dokumentation zur kostenlosen Veröffentlichung im Internet freigegeben: "Roswell, Sommer 1947: Ein UFO-Mythos stürzt ab".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Im August 1997 veröffentlichte Uli Thieme zum 50. Jubiläum des sogenannten Roswell-Zwischenfalls im Sommer 1947 eine umfangreiche Dokumentation unter dem Titel &#8222;50 Jahre Roswell &#8211; Ein UFO-Mythos stürzt ab&#8220;. Nachdem die im Selbstverlag herausgegebene Auflage zuletzt 1999 gedruckt wurde, hat der Autor nun, 20 Jahre später, endlich eine erweiterte Ausgabe zur Veröffentlichung im Internet freigegeben.</strong></p>



<div class="wp-block-cover has-background-dim" style="background-image:url(https://www.ufo-forschung.de/wp-content/uploads/threema-20191106-114038-1b65de82abfacd0b.jpg)"><div class="wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow">
<p style="text-align:center" class="has-large-font-size"></p>
</div></div>



<p>Ab sofort können Sie <a aria-label="UFO-Information.de (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.ufo-forschung.de/themen/materialien-zum-herunterladen">bei uns</a> &#8211; der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens &#8211; wie auch bei unserem Kooperationspartner <a rel="noreferrer noopener" aria-label="UFO-Information.de (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.ufo-information.de" target="_blank">UFO-Information.de</a>, die vom Autor Uli Thieme überarbeitete Fassung unter dem neuen Titel &#8222;<strong>Roswell, Sommer 1947 &#8211; Ein UFO-Mythos stürzt ab</strong>&#8220; mit einem Klick auf den unten eingebetteten Button <strong>kostenlos herunterladen</strong> und gerne auch weiterverbreiten. Dem Autor war es ein besonderes Anliegen sein Dokumentation nunmehr der breiten Öffentlichkeit kostenlos zugänglich zu machen. Das unterstützen wir hiermit gerne.</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color">Für Freunde und Liebhaber gedruckter Werke wird die GEP in Kürze eine <strong>gedruckte und erweiterte Fassung</strong> der o.g. überarbeiteten Download-Version herausbringen. Dies realisieren wir als GEP-Sonderheft mit zusätzlichem Material. Wir informieren Sie natürlich darüber, sobald diese erweiterte Fassung erschienen ist.</p>


<p>[scode_box title=&#8220;Inhaltsverzeichnis: Roswell, Sommer 1947 &#8211; Ein UFO-Mythos stürzt ab (2019)&#8220; style=&#8220;soft&#8220;]<br />
[scode_expand more_text=&#8220;Inhaltsverzeichnis aufklappen&#8220; less_text=&#8220;Inhaltsverzeichnis zuklappen&#8220; more_icon=&#8220;icon: expand&#8220; less_icon=&#8220;icon: compress&#8220;]Wer schon mal einen Blick auf die Themen werfen oder einfach schauen möchte, was sich gegenüber der Urfassung geändert hat, erhält hier im Inhaltsverzeichnis einen guten Überblick. Gegenüber der Original-Dokumentation enthält die überarbeitete Fassung auf jeden Fall <b>farbige Bilder</b> und insgesamt <b>zusätzliches Bildmaterial</b>.</p>
<p>Vorwort<br />
Anmerkung<br />
Der Anfang</p>
<p style="padding-left: 1em;">Wie alles begann<br />
Wann wurden die Trümmerteile gefunden ?<br />
Wer hat die Trümmerteile gefunden ?<br />
Wann meldete Mack Brazel den &#8222;Untertassen-Fund&#8220;?<br />
Hat Mack Brazel die Trümmer mitgebracht ?<br />
Die Presseerklärung der Militärs</p>
<p> Der Absturz</p>
<p style="padding-left: 1em;">Gab es ein &#8222;Mysteriöses Objekt&#8220; am Himmel ?<br />
Gab es noch andere Absturzstellen ?<br />
Gab es außerirdische Leichen ?<br />
Das Trümmerfeld</p>
<p> Die Trümmer<br />
Projekt MOGUL</p>
<p style="padding-left: 1em;">Was war Projekt MOGUL ?<br />
Was hat MOGUL mit Roswell zu tun ?<br />
Vergleich der Roswell-Trümmer mit MOGUL<br />
UFO oder Müll ?</p>
<p> Gerüchte</p>
<p style="padding-left: 1em;">Geheimer Hangar ?<br />
Die Archäologen<br />
Gab es ein Cover Up ?<br />
Repressalien oder Schwur ?<br />
Hausdurchsuchungen ?</p>
<p> Dokumente von 1947<br />
Firsthand Zeugen<br />
Firsthand Zeugen Projekt MOGUL<br />
Scharlatane<br />
Secondhand Zeugen<br />
Update</p>
<p style="padding-left: 1em;">Der Santilli-Alien-Hoax<br />
Santilli-Alien: Absturzort Box Canyon ist ein Flop<br />
Stammt die Stealth Technik vom Roswell UFO?</p>
<p>Schlußwort<br />
Alien Invasion in und um Roswell<br />
Literaturverzeichnis<br />
Kontaktadressen[/scode_expand][/scode_box]</p>



<a  data-e-Disable-Page-Transition="true" class="download-link download-button aligncenter" title="" href="https://www.ufo-forschung.de/download/7802/?tmstv=1774308019" rel="nofollow" id="download-link-7802" data-redirect="false" >
	Download &ldquo;Roswell, Sommer 1947 &#8211; Ein UFO-Mythos stürzt ab (Uli Thieme, Neuauflage 2019)&rdquo;	<small>Roswell_Sommer_1947_-_Ein_UFO-Mythos_stuerzt_ab_2019_GEP.pdf		&ndash; 6057-mal heruntergeladen		&ndash; 58,52 MB</small>
</a>
]]></content:encoded>
					
		
		
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	</channel>
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