Heavens Gate

Führer der Selbstmord-SekteEine sehr gefährliche Psycho- und UFO-Sekte stellte die Gemeinschaft Heavens Gate dar. Mitte der 90er Jahre wurde es akut: Der Guru der Gruppe, Marshall Herff Applewhite (damals 66), war der Führer der in San Diego ansässigen Gruppe. (Applewhite war schon Jahre zuvor ufologisch „unauffällig“, dafür aber umso auffälliger in psychiatrischer Hinsicht, wie sich später herausstellte.)

Er und seine Anhänger waren überzeugt davon, dass sie alle in einem Raumschiff wiedergeboren würden, dessen Ankunft durch den damals hell am Himmel stehenden Kometen Hale-Bopp angekündigt wurde. Zuvor musste man sich allerdings „seiner irdischen Hülle entledigen“. Auf Deutsch heißt das „einen kollektiven Selbstmord begehen“. Man war davon überzeugt, durch die Lösung von der irdischen Hülle auf die „nächste Ebene der Existenz“ erhoben zu werden, auf der auch die außerirdischen „UFOnen“ lebten.

Im März 1997 rief die Gruppe – die auch im Internet sehr aktiv war – aus: „Roter Alarm – Hale Bopp schließt seine Pforten.“ 18 Männer und 21 Frauen nahmen sich am 26. März 1997 das Leben.

Es gab immer wieder Selbstmordsekten (man erinnere sich beispielsweise an die Sonnentempler), die mehr oder weniger vom ufologischen Umfeld beeinflusst waren, und es ist immer wieder damit zu rechnen, dass sich Selbstmordsekten bilden. Roland M. Horn

Bildquelle: [http://www.cnn.com/US/9705/06/heavens.gate/applewhite.jpg]

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