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Archiv – Aktuelles

Definitionen und UFO-Verständnis

Lexikalische Erklärung

UFO, das; Plural: UFOs; unidentified flying object: Unidentifiziertes Flugobjekt.
Die Abkürzung U.F.O. für „unidentified flying object“ wurde 1954 von dem Leiter des Projektes Blue Book der US Air Force Captain Edward J. Ruppelt eingeführt, um nicht weiter den Begriff „flying saucer“ („fliegende Untertasse“) verwenden zu müssen. Der Begriff entstammt der Radartechnik. Es muss unterschieden werden zwischen UFOs „im weiteren Sinne“ und UFOs „im engeren Sinne“. UFOs i.w.S. sind Objekte, die zunächst für den Beobachter unidentifizierbar sind, die jedoch von Experten auf bekannte Phänomene oder Objekte zurückgeführt werden können. UFOs i.e.S. können von Spezialisten nicht erklärt werden.

Definition nach J. Allen Hynek

Ein UFO ist die mitgeteilte Wahrnehmung eines Objektes oder Lichtes am Himmel oder auf dem Land, dessen Erscheinung, Bahn und allgemeines dynamisches und leuchtendes Verhalten keine logische, konventionelle Erklärung nahe legt und das rätselhaft nicht nur für die ursprünglich Beteiligten ist, sondern nach genauer Prüfung aller vorhandenen Indizien durch Personen, die technisch dazu in der Lage sind, eine Identifizierung nach dem gesunden Menschenverstand vorzunehmen, falls eine solche möglich ist, unidentifizierbar bleibt. (Hynek, J. Allen: The UFO Experience: A Scientific Inquiry. Chicago: Henry Regnery, 1972, S. 10)

Ergänzung der Deutschen Koorperationsinitiative UFO-Forschung

Die Abkürzung UFO steht für „unidentifiziertes fliegendes Objekt“ ohne weiteren Bedeutungsüberschuss in Bezug auf Herkunft oder Form eines solchen Objekts. Synonym oder ergänzend wird auch der Terminus UAP (unidentified aerial / atmospheric phenomenon, unidentifiziertes Luftraum- / Atmosphären-Phänomen) verwendet.

Das UFO-Phänomen – die Existenz von UFOs wie [von Hynek] definiert, inklusive aller aus diesen Erfahrungen resultierenden persönlichen, sozialen und naturwissenschaftlichen Konsequenzen – ist mit wissenschaftlichen Mitteln erforschbar. Diese Forschung ist hochgradig interdisziplinär und wird in Deutschland nicht in institutionalisierter Form betrieben. Stattdessen betätigen sich interessierte Personen in Form von Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten sowie in eingetragenen Vereinen an der Erkenntnisgewinnung zum UFO-Phänomen. Die Hauptarbeiten finden dabei in der Einzelfalluntersuchung sowie in Bestrebungen zur Erfassung von UFOs mit messtechnischen Geräten statt. (https://www.german-ufo-research.org/de/about)

Weitere Begriffe

UAO: Unconventional Aerial Object
USO: Unidentified Submarine Objects / Unidentified Submerged Objects
OVNI: Objet Volant Non-Identifé
PAN: Phénomènes Aérospatiaux Non-Identifiés
MOC: Mystérieux Objets Célestes
Flying Saucer: dt. fliegende Untertasse
UAP: Unidentified Aerial Phenomena / Unidentified Atmospheric Phenomena / Unusual Aerial Phenomena
EL: Earth Lights
EQL: Earthquake Light
ALP: Anomalous Luminous Phenomena

UFO-Forschung als Teilgebiet der Anomalistik

Wir verstehen UFO-Forschung als Teil der Anomalistik. Bei der Anomalistik nach dem Verständnis der Gesellschaft für Anomalistik e.V. „handelt es sich um ein rein wissenschaftliches Unterfangen. Behandelt werden nur außergewöhnliche Behauptungen empirischer Natur. Es geht hingegen nicht um angeblich Metaphysisches, Theologisches oder übernatürliche Phänomene. Deshalb fordert Anomalistik die Prüfbarkeit von Behauptungen (was sowohl Verifizierbarkeit als auch Falsifizierbarkeit beinhaltet), bedient sich bei Erklärungen möglichst sparsamer Annahmen, bürdet die Beleglast dem Behaupter auf und erwartet für eine Behauptung Belege, die dem Grad der Außergewöhnlichkeit der Behauptung entsprechen. Obwohl anerkannt wird, dass unerklärte Phänomene existieren, wird nicht von einer prinzipiellen Unerklärbarkeit ausgegangen, sondern vielmehr versucht, entweder konventionelle Erklärungen zu finden oder neue Erklärungsmuster zu entwickeln, die wissenschaftlich angemessen sind.

Als ein wissenschaftliches Unternehmen ist Anomalistik der Norm des Skeptizismus verpflichtet und fordert Untersuchungen, bevor Urteile abgegeben werden. Skeptizismus bedeutet, Behauptungen mit Zweifeln zu begegnen, nicht aber, Behauptungen abzulehnen (was seinerseits eine – nur negative – Behauptung implizieren würde, für die die Wissenschaft ebenfalls Belege fordern muss). Behauptungen ohne ausreichende Belege sind für gewöhnlich unbelegt, was nicht mit einer Widerlegung verwechselt werden darf. Die Nicht-Existenz von Belegen („absense of evidence“) ist kein Beleg für die Nicht-Existenz eines Phänomens („evidence of absense“).“ (Quelle: https://www.anomalistik.de/ueber-gfa/was-ist-anomalistik)