Entführungsautor Budd Hopkins verstorben

Budd Hopkins, geb. 1931 und von Beruf Zeichner und Bildhauer, interessierte sich seit Ende der 70-er Jahre für das zu dieser Zeit bekannt gewordene Phänomen der „Abductions“ — Berichte von Personen über „fehlende Zeit“, also Erinnerungslücken und schemenhaftes Entsinnen an fremde Wesen und eine Entführung in eine unbekannte Umgebung. Seine daraufhin einsetzende Beschäftigung mit solchen Menschen, die er unter Hypnose in die „fehlende Zeit“ zurückversetzte und teilweise unglaubliche Szenarien als Berichte erhielt, beschrieb er in mehreren Büchern („Missing Time“, „Intruders“, „Witnessed“ und „Sight Unseen“), die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden (auf deutsch verfügbar sind „Fehlende Zeit“, „Eindringlinge“ und „Entführt ins All“) sowie in zahlreichen Zeitschriftenartikeln und Konferenzbeiträgen. Durch seine Publikationen und die von ihm gegründete Intruders Foundation, die Selbsthilfegruppen fördert, war Hopkins einer derjenigen Personen, die das Entführungsphänomen maßgeblich international bekannt machten und als kulturellen Mythos verankerten, der bis heute in zahlreichen Science-Fiction-Filmen und Fernsehserien verarbeitet worden ist.
Zuletzt standen seine Arbeit und seine Ergebnisse durch das Fehlen von kompetenter psychologisch geschulter Begleitung und unhinterfragtem Fürwahrhalten von unter Hypnose gewonnenen „Erinnerungen“ in der Kritik.
Am Nachmittag des 21. August ist Hopkins, der seit etwa drei Wochen im Krankenhaus versorgt wurde, an Leberkrebs verstorben.

Quelle:
Meldung von Leslie Kean auf der Website der Intruders Foundation

Bildquelle: Archiv

Dr. Danny Ammon

Geb. 1979, Dr.-Ing., wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Medizinische Informatik an der TU Ilmenau. Seit 2003 Mitglied der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens (GEP e.V.), der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung (DEGUFO e.V.) und der Gesellschaft für Anomalistik (GfA e.V.). Seit 2008 zweiter Vorsitzender der GEP, außerdem verantwortlicher Redakteur des vereinseigenen Journal für UFO-Forschung (jufof). Fürsprecher eines kritischen, theoretisch und methodisch fundierten und interdisziplinären Studiums des UFO-Phänomens.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen