Der Grundkonsens der UFO-Forschung von 2004

Im Jahr 2004 wurde unter Mitwirkung einiger UFO-Forscher (Einzelpersonen sowie Gruppenvertreter) ein Grundkonsens der UFO-Forschung angestrebt und in Teilen als Entwurf verschriftlicht. Danny Ammon, heute 2.Vorsitzender der GEP, gehörte zu den Befürwortern des Projektes.
„Im Lichte all der Zwistigkeiten und Differenzen über einzelne UFO-Fälle und die Beurteilung des gesamten Phänomens stellten sich einige Leute die Frage: Was haben die deutschen UFO-Gruppen eigentlich gemeinsam? Welche Basismenge an Wissen, welchem Minimalkonsens können alle zustimmen?“ Aus diesem Grunde ist das Konsenspapier auf die Definition und Erläuterung des UFO-Phänomens selbst sowie der Fragen, die sich aus der Problemstellung „UFO-Sichtungen“ ergeben, fokussiert“, beschreibt er den damaligen Prozess.

Folgende Punkte wurden für den Entwurf des Konsens vorgemerkt:

(A) Vorbemerkung
(B) Grundbegriffe und Ausgangslage
(C) Forschungsfragen
(D) Derzeitiger Forschungsstand
(E) Strittige Punkte
(F) Erwünschtes für die zukünftige Entwicklung der UFO-Forschung
(G) Umgang mit der allgemeinen Öffentlichkeit

Die Teile A – C konnten nach langwierigen Diskussionen, die vorrangig auf der GEP UFO Liste geführt wurden, schriftlich fixiert werden. Von Anfang an waren die ausformulierten Konsenssätze der interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Aus dieser Transparenz sprach auch die stetige Aufforderung an die Forschergemeinde selbst konsensfähige Vorschläge einzubringen.

„Leider ergaben sich während der Bearbeitung des Konsenspapiers zwischen den beteiligten Repräsentanten der jeweiligen UFO-Gruppen unüberbrückbare Differenzen und man hat sich zum Teil aus dem Projekt zurückgezogen, so dass es noch im gleichen Jahr nicht mehr fortgeführt werden konnte“, resümiert Danny Ammon heute. So wurden die Punkte D – G nicht mehr abschließend diskutiert und bearbeitet. Seit Dezember 2004 liegt das Projekt mehr oder weniger auf Eis. Als Entwurf ist das veröffentlichte Papier  (Teil A – C) nicht unterzeichnungsbereit, eine Weiterführung ist derzeit nicht in Sicht.

Um die ausgezeichnete Arbeit der Beteiligten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, möchten wir den Entwurf in Erinnerung rufen und betonen, dass die meisten der bereits ausformulierten Sätze durchaus als Konsens zu verstehen sind, die von vielen Forschern auch heute sicherlich unterzeichnet werden würden. Somit haben wir den Grundkonsens der UFO-Forschung (A – C) nun auch auf unserem Internetangebot veröffentlicht.

Der Konsenswillen, der im Großen gescheitert sein mag, wird jedoch im Kleinen fortgeführt. So steht ein gruppenübergreifendes Projekt kurz vor dem Abschluss: die gemeinsame Ausarbeitung eines UFO-Fragenbogens, der von allen UFO-Gruppen verwendet werden soll. Gemeinsame Tagungen, Workshops und eine versachlichte Diskussionskultur zeugen ebenfalls von einem Weg, der mE. in die richtige Richtung geht. Der unvollendete Entwurf des Grundkonsens mag hierzu als Instrument beigetragen  und Türen geöffnet haben. Und wer weiß, vielleicht wird eines Tages der Grundkonsens zu Ende formuliert und so von den Mittragenden unterzeichnet werden. Wünschenswert wäre es.

T.A. Günter

T.A. Günter ist seit 1997 Mitglied der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens (GEP) e.V. Bis 2006 war er sowohl für CENAP als auch für die GEP als Falluntersucher tätig. Von 2000 bis 2010 war er Beisitzer des GEP-Vorstands. Heute kümmert er sich aufopfernd um die Internetseiten des Vereins sowie das Layout des internen Mitgliedermagazins "GEP Insider". Im Havelland aufgewachsen, lebt und arbeitet T.A. Günter heute bei und in Hamburg.

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